UNTERNEHMEN

DAS FINALE

TESLA Elektrovisionär Elon Musk scheitert an den Niederungen des Autogeschäfts. Wichtige Investoren verlieren das Vertrauen, die deutschen Premiumanbieter schalten auf Angriff. Tesla wird reif für die Übernahme.

HAR­TE ZEI­TEN Tes­la-CEO Elon Musk hat im Al­lein­gang die Elek­tro­re­vo­lu­ti­on der Au­to­in­dus­trie an­ge­zet­telt. Jetzt muss er sich im­mer öf­ter ver­tei­di­gen, wie im April 2019 vor der US-Bör­sen­auf­sicht SEC.

Adam Jo­nas hat sich am Ka­pi­tal­markt ei­nen Ruf als Se­her er­ar­bei­tet. Der Sta­rana­lyst der ame­ri­ka­ni­schen In­vest­ment­bank Mor­gan Stan­ley kal­ku­lier­te den Wert der zum Ver­kauf ge­stell­ten Daim­ler-Toch­ter Chrys­ler mu­tig nied­rig (ma­xi­mal fünf Mil­li­ar­den Dol­lar). Er for­der­te früh, GM müs­se sei­ne deut­sche Toch­ter Opel ab­ge­ben; und 2011 ver­hieß er stau­nen­den In­ves­to­ren, ein klei­ner ka­li­for­ni­scher Elek­tro­au­to­her­stel­ler wer­de die Au­to­in­dus­trie auf­mi­schen: Tes­la.

Elon Musk (48), Chef des Un­ter­neh­mens und heu­te Guru Hun­dert­tau­sen­der Fans von Elek­tro­au­tos, hat­te da­mals nur ein Roadster­mo­dell auf dem Markt. Gan­ze 2500-mal ver­kauf­te sich das Bat­te­rie­c­a­brio. Über die ge­sam­te Lauf­zeit, nicht pro Jahr.

Jo­nas er­kann­te Musks Po­ten­zi­al; schnell führ­te er die wach­sen­de Schar der Gläu­bi­gen an der Wall Street an. Jene In­ves­to­ren, die dem Vi­sio­när zu­trau­ten, et­was ganz Gro­ßes zu bau­en. Die ei­nem Un­ter­neh­men, das 2018 knapp 250.000 Au­tos ver­kauf­te, für die Zu­kunft mehr Wert zu­bil­li­gen als der Volks­wa­gen AG, dem größ­ten Au­to­her­stel­ler der Welt. Weil Tes­la eben nicht nur Elek­tro­au­tos baut und ver­kauft, son­dern ein gan­zes Sys­tem auf­ge­baut hat. Bat­te­rie­pro­duk­ti­on, Soft­ware­up­dates, ein ei­ge­nes La­de­säu­len­netz und so­gar ei­nen Au­to­pi­lo­ten; kurz: die Mo­bi­li­täts­welt der Zu­kunft.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.