UNTERNEHMEN

LICHT AUS!

OSRAM Vorstandschef Olaf Berlien wollte die Leuchtenfirma zum Hightechkonzern umbauen. Dann machte er fast alles falsch.

VERGLÜHT Os­ram-Chef Olaf Ber­li­en star­te­te gut. Doch dann ver­senk­te er Mil­lio­nen in halb leer ste­hen­den Fa­bri­ken, Fehlak­qui­si­tio­nen und ei­ner auf­ge­bläh­ten Ver­wal­tung.

Ende Juli war Olaf Ber­li­en (56) ge­mein­sam mit Freun­den in den Al­pen un­ter­wegs. Die Trup­pe hat­te sich Moun­tain­bikes mit Elek­tro­mo­tor or­ga­ni­siert – im­mer­hin soll­te es 1000 Hö­hen­me­ter berg­auf ge­hen. Und Ber­li­en, schnei­dig wie im­mer, gab gleich or­dent­lich Gas.

Doch schnell sah der Vor­stands­chef von Os­ram auf der Ak­ku­an­zei­ge, wie un­er­bitt­lich ihm die en­er­ge­ti­sche Un­ter­stüt­zung Strich für Strich ab­han­den­kam. Ber­li­en muss­te selbst or­dent­lich ar­bei­ten, die Bi­ke­tour ge­riet schweiß­trei­ben­der als ge­dacht.

Im­mer­hin kam er auf dem Gip­fel an – ein ra­rer Er­folgs­mo­ment für ihn in die­sen Zei­ten. Denn in sei­nem Job wird es von Tag zu Tag un­wahr­schein­li­cher, dass er sein Ziel er­reicht. Die Un­ter­stüt­zung schwin­det, und ob er selbst noch ge­nü­gend Kraft und Ide­en für den Gip­fel­sturm hat – höchst un­ge­wiss.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.