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Die Weltwährung und der unsympa­thische Riese

Gerade in Zeiten der Blockbildung und Nationalisierung lohnt es sich, über Facebooks Libra zu diskutieren.
Von Christoph Bornschein

In sei­ner kur­zen Ge­schich­te der Mensch­heit be­schreibt Yu­val Noah Ha­ra­ri Geld als „das uni­ver­sells­te und ef­fi­zi­en­tes­te Sys­tem ge­gen­sei­ti­gen Ver­trau­ens, das je er­fun­den wur­de“. Er kor­ri­giert di­rekt: Die Part­ner in ei­nem Geld­sys­tem ver­trau­en sich eben nicht ge­gen­sei­tig. Sie ver­trau­en dem Wert und der Wirk­macht des Gel­des, dem Geld­sys­tem an sich, dem Ver­trau­en des je­wei­li­gen Ge­gen­übers. Se­man­tik hin oder her: Ver­trau­en mat­ters.

Die Block­chain als Rück­grat des Cryp­to­cur­ren­cy-Hy­pes der ver­gan­ge­nen Jah­re kann als der Ver­such be­trach­tet wer­den, die­ses Ver­trau­en tech­no­lo­gisch in ein Wäh­rungs- und Trans­ak­ti­ons­sys­tem zu im­ple­men­tie­ren. Doch Bit­co­in er­wies sich als hoch­spe­ku­la­tiv und hoch­vo­la­til, und die Block­chain wur­de zum okay in­no­va­ti­ven An­satz für okay in­ter­es­san­te Tech­pro­jek­te des Ver­trau­ens her­un­ter­ge­stuft. Der Cryp­to­win­ter hat­te be­gon­nen.


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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.