LEBEN

DIE KUNST DES SCHENKENS

MÄZENE Wie der Milliardär und Weltbürger Hasso Plattner Linke und Liberale, Arme und Reiche auf seine Seite zog und zum Liebling Potsdams wurde.

GE­BER IN LAU­NE Has­so Platt­ner in sei­nem Mu­se­um Bar­ber­i­ni vor groß­for­ma­ti­gen „See­ro­sen“ von Clau­de Mo­net

Hasso Platt­ner kommt un­an­ge­mel­det, wie so oft. Er trägt hel­le Mo­kas­sins, kei­ne Kra­wat­te. Als er an die­sem ge­witt­ri­gen Abend im Juli ans Pult tritt, macht er es ganz kurz: „Zum Glück gib­t's kei­ne wei­te­re Rede.“

Eine gute hal­be Stun­de lang ha­ben die Kunst­his­to­ri­ker zu­vor schon er­klärt, was die­se Bil­der­schau zu den „We­gen des Ba­rock“ be­reit­hält. 54 Meis­ter­wer­ke wer­den in Pots­dam bis An­fang Ok­to­ber aus­ge­stellt. Der „Nar­ziss“ von Ca­ra­vag­gio ist das Star­ge­mäl­de. Die­se Aus­stel­lung ist mehr als nur spek­ta­ku­lär. Sie ist ein Coup.

Platt­ner hat das neue Mu­se­um Bar­ber­i­ni ge­stif­tet, er gibt sei­nen Gäs­ten nur zwei Bot­schaf­ten mit, be­vor er die Schau er­öff­net: Die­se sei „ein wei­te­res fan­tas­ti­sches Zei­chen des Er­fol­ges“ für das Haus, das ja ge­ra­de erst zwei­ein­halb Jah­re öf­fent­lich ar­bei­te. Ein hal­bes Dut­zend Kunst­mu­se­en zählt er auf, mit de­nen die Pots­da­mer schon ko­ope­riert ha­ben: Es sind die Top­adres­sen in New York, Lon­don, Pa­ris, To­kio, Sankt Pe­ters­burg, Wa­shing­ton D. C.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.