DAS ULTIMATIVE

Papier

In München wird das alte Material zum Lifestyle.

Chiyo­ga­mi, Ka­ta­zo­me, Uru­shi – „Ja­pan­pa­pie­re sind die Kö­nigs­klas­se un­ter den Pa­pie­ren“, sagt Vera Schwam­born, eine von acht Spe­zia­lis­ten des Mün­che­ner Pa­pier­la­dens „Car­ta Pura“ (www.car­ta­pu­ra.de), die In­ha­ber Jo­na­than Ost­hoff in den ver­gan­ge­nen Jah­ren um sich ge­schart hat, vom Ty­po­gra­fen bis zum Holz­schnitt­künst­ler. Ost­hoff will nicht we­ni­ger er­rei­chen als die Neu­er­fin­dung der Pa­pier­kunst. Und fast scheint es ihm ge­lun­gen: Vor über 20 Jah­ren war die „Zet­tel­wirt­schaft“ noch ein klei­ner La­den in Mün­chen-Schwa­bing, mit Post­kar­ten und ein­fa­chem Pa­pier. Heu­te ist es glo­ba­ler Ge­heim­tipp: Ein­zel- und Groß­händ­ler von To­kio bis Mon­tre­al, Ko­rea bis Me­xi­ko be­zie­hen Pa­pier­sa­chen aus Bay­ern. Brief­schaf­ten in di­ver­sen Gram­ma­tu­ren, Al­ben, Schach­teln, Le­po­rel­los, Klad­den, Map­pen, Blan­ko­buch­blö­cke und das Werk­zeug zum Bin­den gleich dazu.

Ne­ben „old­fa­shio­ned“ Pas­sio­nier­ten be­geis­tert sich vor al­lem eine jun­ge Kli­en­tel für die Pro­duk­te. Al­les aus Pa­pier sei ein Fas­zi­no­sum für die Han­dy­ge­ne­ra­ti­on, sagt Schwam­born, „die ken­nen das so gar nicht, weil sie nicht mit dem Ma­te­ri­al auf­ge­wach­sen sind“. Best­sel­ler sind schlich­te fei­ne Brief­pa­pie­re „un­der­sta­ted, von gu­ter Qua­li­tät, ohne Was­ser­zei­chen und Tam­tam“, wie das „Ri­vo­li“ oder das „Car­ta pura“ aus Baum­wol­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.