AUSFAHRT

Cleverer Koloss

Dem elektrisch angetriebenen Mercedes EQC hilft seine raffinierte Steuersoftware über Schwächen hinweg.

Für Au­to­fah­rer, dar­auf kann sich alle Welt schnell ei­ni­gen, ist Nor­we­gen das lang­wei­ligs­te Land der Erde: Ein streng über­wach­tes Tem­po­li­mit von 80 Stun­den­ki­lo­me­tern auf gro­ßen Land­stra­ßen, 60 auf klei­ne­ren und 40 in vie­len Ort­schaf­ten macht die Fort­be­we­gung zu ei­ner Art Schlaf­wand­le­rei. Für Test­fahr­ten mit Elek­tro­mo­bi­len ist das ide­al: Wenn alle brav krie­chen wie Schild­krö­ten, hält die Bat­te­rie­la­dung ein­fach län­ger. Zu­dem gibt es in und um die Haupt­stadt Oslo in Sicht­wei­te prak­tisch im­mer eine Schnell­la­de­sta­ti­on.

Mer­ce­des hat­te also gute Grün­de, das ers­te Mo­dell sei­ner neu­en E-Fa­mi­lie, den EQC, in Oslo vor­zu­stel­len. Es ba­siert auf dem Ver­bren­ner-SUV na­mens GLC, doch we­gen des Um­baus auf Elek­tro­an­trieb sol­len 85 Pro­zent neue Bau­tei­le mit­fah­ren. Die Touch­screens ei­nes brei­ten Dis­plays er­set­zen das Ar­ma­tu­ren­brett, kup­fer­far­be­ne Be­lüf­tungs­dü­sen und an­de­re De­tails zei­gen Ge­schmacks­si­cher­heit.

Wie alle Elek­tro­fahr­zeu­ge im­po­niert auch der EQC mit ei­nem enor­men Dreh­mo­ment, mit sei­nen 760 New­ton­me­tern ge­winnt der hohe Kas­ten je­den Am­pel­sprint­start. Sei­nen Vor­sprung ge­gen­über Wett­be­wer­bern wie dem Audi e-tron oder Ja­gu­ar i-Pace ent­fal­tet er je­doch in den Raf­fi­nes­sen des Be­die­nungs­pro­gramms. Fährt man zum Bei­spiel mit Tem­po­mat und Ab­stands­auto­ma­tik und stellt den Fahr­mo­dus auf „Max Ran­ge“, dann be­rech­net der Bord­com­pu­ter aus Na­vi­ga­ti­ons­da­ten stän­dig die op­ti­ma­le Ein­stel­lung des An­triebs­strangs. Das hat dann schon viel von au­to­no­mem Fah­ren und hilft, Strom zu spa­ren. Reich­wei­ten wie die ver­spro­che­nen 470 Ki­lo­me­ter schei­nen da­mit mach­bar.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.