WAS MACHT EIGENTLICH ...

Florian Gerster?

Der SPD-Politiker und ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit liebäugelt zunehmend mit der FDP.

Schon mit 17 Jah­ren trat Flo­ri­an Gers­ter (70) in die SPD ein. In­zwi­schen zählt er zum wohl stärks­ten Flü­gel in der Par­tei: dem der tief­trau­rig Ent­täusch­ten. Die SPD „ist re­form­un­fä­hig“, sagt Gers­ter, und „trifft in der Wirt­schafts-, So­zi­al- und Au­ßen­po­li­tik fal­sche Ent­schei­dun­gen“.

Es är­gert Gers­ter, dass sich die Ge­nos­sen nicht am Schutz der Stra­ße von Hor­mus be­tei­li­gen wol­len. Und er sieht die Markt­wirt­schaft ge­fähr­det, weil die Gro­ße Ko­ali­ti­on nach wie vor markt­be­herr­schen­de Un­ter­neh­men un­ter­stützt, etwa die Post mit de­ren Brief­ge­schäft. Bis Ende 2018 hat Gers­ter als Chef­lob­by­ist der pri­va­ten Post­kon­kur­ren­ten um Chan­cen­gleich­heit ge­run­gen – mit mä­ßi­gem Er­folg.

Am meis­ten treibt den Rhein­land-Pfäl­zer die Ar­beits­markt­po­li­tik um. Er möch­te ver­hin­dern, dass die Agen­da 2010, an der er ne­ben Ex-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der (75) und dem da­ma­li­gen Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Frank-Wal­ter Stein­mei­er (63) mit­ge­ar­bei­tet hat­te, von der SPD wie­der ab­ge­schafft wird. Da­für hält er „par­tei­über­grei­fend“ Aus­schau nach Ver­bün­de­ten. Mit ih­nen will er das Kon­zept wei­ter­ent­wi­ckeln.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.