EDITORIAL

Das Geheimnis des Erfolgs

MAR­TIN NOÉ Chef­re­dak­teur

WER ADI­DAS-MIT­AR­BEI­TER auf ih­ren obers­ten Chef an­spricht, hört oft erst mal ein Stöh­nen. Kas­per Ror­sted? „Echt an­stren­gend“, heißt es dann. Weil er nie Ruhe gebe, im­mer wie­der neue, hö­he­re Zie­le set­ze und auf Er­fül­lung po­che. So hat der Ma­na­ger schon den Bör­sen­wert von Hen­kel ver­drei­facht und stürmt jetzt mit Adi­das vor­an. Da­für hat ihn das ma­na­ger ma­ga­zin ge­mein­sam mit ei­ner Jury zum Ma­na­ger des Jah­res 2019 ge­kürt. In ei­nem Ge­spräch mit mm-Re­dak­teur Chris­toph Neß­hö­ver und mir leg­te der Vor­stands­chef sei­ne Me­tho­de erst­mals of­fen und dis­ku­tier­te auch be­reit­wil­lig über de­ren Ri­si­ken. „Auf die har­te Tour“ bie­tet Lern­stoff für je­den am­bi­tio­nier­ten Team­chef oder jede Ab­tei­lungs­lei­te­rin, für Vor­stän­de wie Auf­sichts­rä­tin­nen – na­tür­lich auf die un­ter­halt­sa­me Tour.

„WAR­UM EI­GENT­LICH VERÖFFENT­LI­CHEN SIE noch eine Lis­te der ein­fluss­reichs­ten Frau­en der deut­schen Wirt­schaft? Es gibt doch auch kei­ne Män­ner­lis­te.“ Das wer­den wir ge­le­gent­lich ge­fragt, nicht sel­ten von Frau­en. Die Ant­wort sind zwei Zah­len: Nur knapp 15 Pro­zent der Dax-Vor­stän­de sind weib­lich so­wie in­zwi­schen ein Drit­tel der Auf­sichts­rä­te, und dies auch nur dank der ge­setz­li­chen Quo­te. Frau­en an der Spit­ze der Wirt­schaft sind also im­mer noch so sel­ten wie Schnee an Weih­nach­ten. Umso in­ter­es­san­ter ist es, sie ken­nen­zu­ler­nen. Die Aus­wahl, die mei­ne Kol­le­gen Eva Buch­horn und Sven Clau­sen ge­mein­sam mit ei­ner kennt­nis­rei­chen Jury ge­trof­fen ha­ben, er­laubt wie­der ei­nen tie­fen Blick in weib­li­che Kar­rie­ren. Sie be­schreibt Vor­bil­der wie die neue SAP-Che­fin Jen­ni­fer Mor­gan (48) oder die neue Leit­fi­gur für Thys­sen­krupp: Mar­ti­na Merz (56). Auch ein In­ter­view mit der Hen­kel-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den Si­mo­ne Ba­gel-Trah (50) gibt Hoff­nung, dass 2019 tat­säch­lich als Jahr des Durch­bruchs für Frau­en in die Ge­schich­te ein­ge­hen könn­te. Wenn das so wei­ter­geht, kön­nen wir uns die Lis­te bald tat­säch­lich spa­ren – „Frau­en­schwarm“, hier.

BE­REITS IM OK­TO­BER er­reich­ten uns Ge­rüch­te aus der Me­di­en­bran­che, wir wür­den in­ten­siv an ei­ner Ge­schich­te über Pro­Sie­ben­Sat.1 ar­bei­ten. Da hat­ten wir noch gar nicht mit der Re­cher­che be­gon­nen. Erst kurz da­nach star­te­te das mm-Trio Gi­se­la Ma­ria Frei­sin­ger, An­ge­la Mai­er und Jo­nas Rest, sie be­frag­ten Dut­zen­de Kon­tak­te aus der TV- und Film­bran­che, ehe­ma­li­ge und ak­tu­el­le Ma­na­ger des Sen­ders eben­so wie Start-up-Grün­der, In­vest­ment­ban­ker und In­ves­to­ren. Ent­stan­den ist das Bild ei­nes Kon­zerns, dem die Zer­schla­gung droht. Und das sei­nes Vor­stands­chefs Max Con­ze (50), des­sen Ego in kei­nem Ver­hält­nis zu sei­nen Leis­tun­gen steht – „Die vol­le Band­brei­te“, hier.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2020.