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Lieb und teuer

THYSSENKRUPP Der Krisenkonzern will Milliarden in den Stahl stecken – und hofft auf Hilfe aus Brüssel.

SCHWE­RE HY­PO­THEK Thys­sen­krupp (hier ein Werk in Duis­burg) will Deutsch­lands größ­ter Stahl­kon­zern blei­ben

Thys­sen­krupp-Che­fin Mar­ti­na Merz (56) hat stets war­me Wor­te pa­rat, wenn sie nach der Zu­kunft des Stahls im Ruhr­kon­zern ge­fragt wird. Mal ver­si­chert sie vi­sio­när: Wir wer­den „dem Stahl­ge­schäft eine Zu­kunft ge­ben“. Mal wir­d's ge­füh­lig, wenn sie vor­gibt, als Ma­schi­nen­bau­in­ge­nieu­rin den Werk­stoff zu „lie­ben“ (sie­he auch Por­trät „Al­lein un­ter Mem­men“).

Die 27.000 Stahl­ko­cher freu­en sol­che Be­kennt­nis­se. Denn un­ter den wech­seln­den Kon­zern­füh­run­gen in Es­sen galt das klas­si­sche Ge­schäft zu­letzt nur noch als Alt­last, die man gern los­wür­de. Mag die Di­vi­si­on auch das Herz von Thys­sen­krupp sein und ein wich­ti­ger Zu­lie­fe­rer der deut­schen Au­to­in­dus­trie.

Für den Wunsch nach Tren­nung gab es gute Grün­de, denn die Spar­te ist mit ih­ren 9,1 Mil­li­ar­den Euro Um­satz im Welt­maß­stab nur eine klei­ne Num­mer. Wie soll sie sich be­haup­ten in ei­nem Um­feld dra­ma­ti­scher Über­ka­pa­zi­tä­ten, ste­tig wach­sen­der Im­por­te aus Chi­na und stark schwan­ken­der Prei­se?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2020.