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Dumm angelaufen

VOLKSWAGEN Der neue ID.3 fährt noch ohne Software vom Band. So war das nicht geplant.

CODE­KNA­CKER VW-Di­gi­tal­vor­stand Chris­ti­an Sen­ger

Volks­wa­gen-Chef Her­bert Diess (61) ist ein Meis­ter der Pro­vo­ka­ti­on. Als er im März vor dem Ma­nage­ment rä­so­nier­te, was jetzt drin­gend an­ge­packt ge­hö­re, gab er den Soft­ware­pro­ble­men ("das wird schwer") höchs­te Prio­ri­tät. „Das macht künf­tig Herr Sen­ger“, merk­te er dann an und frag­te: „Herr Sen­ger, wie be­kom­men wir das hin?“ Der Un­ter­ton, den ein­zel­ne Zu­hö­rer als dia­bo­lisch in­ter­pre­tier­ten, ver­riet Chris­ti­an Sen­ger (45), dass er schon fried­fer­ti­ge­re Auf­ga­ben zu er­le­di­gen hat­te.

Der di­plo­mier­te Ma­schi­nen­bau­er, 2016 von Con­ti­nen­tal ab­ge­wor­ben, war da­mals erst we­ni­ge Tage im Amt, sei­ne Po­si­ti­on als VW-Mar­ken­vor­stand Di­gi­tal eben er­schaf­fen. Jetzt soll­te er da­für sor­gen, dass die neu­en Elek­tro­mo­del­le auch recht­zei­tig die rich­ti­ge Soft­ware be­kom­men.

Neun Mo­na­te spä­ter hat Diess das Pro­jekt gleich noch mal aus­ge­wei­tet: Volks­wa­gen goes Tech! Er träumt da­von, Soft­ware­li­zen­zen zu ver­kau­fen und die Au­to­welt mit ei­nem Be­triebs­sys­tem von VW zu ver­sor­gen. Sein Mann da­für: na­tür­lich Sen­ger. Ab 1. Ja­nu­ar wird der Di­gi­tal­chef eine Toch­ter na­mens Car Soft­ware Org füh­ren; rund 10.000 Mit­ar­bei­ter aus dem gan­zen Kon­zern­reich wer­den hier zu­sam­men­ge­zo­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2020.