ABSTEIGER

Hermann Pohlchristoph

wird nicht geliebt.

Es gab eine Zeit, da galt Her­mann Pohl­chris­toph (54) als kom­men­der Mann im welt­um­span­nen­den Ver­si­che­rungs­reich der Mün­che­ner Rück. Auf­ge­baut und pro­te­giert vom lang­jäh­ri­gen Fi­nanz­vor­stand Jörg Schnei­der (61), war er stets im Ge­spräch, wenn es um die Nach­fol­ge sei­nes Lehr­meis­ters ging. Er selbst trau­te sich wohl noch mehr zu. Es kam dann aber ganz an­ders.

Vor gut zwei­ein­halb Jah­ren rück­te Pohl­chris­toph zwar tat­säch­lich in den Vor­stand auf, er­hielt je­doch nur die Zu­stän­dig­keit für das Asi­en-Ge­schäft. Mit­te De­zem­ber war er auch die­sen Trost­preis los. Sein Ver­trag wird nicht ver­län­gert. Die per­sön­li­chen Grün­de, mit de­nen der Auf­sichts­rat Pohl­chris­tophs Ab­gang ver­bräm­te, deu­ten kon­zern­in­tern vie­le als eine Fol­ge der schwer zu ver­ber­gen­den per­sön­li­chen Un­ver­träg­lich­keit zwi­schen ihm und Kon­zern­chef Joa­chim Wen­ning (54).

Pohl­chris­toph gilt als streit­bar. Mit­ar­bei­ter be­schrei­ben ihn als raum­grei­fend, sei­nen Cha­rak­ter als dis­rup­tiv. Das im­mer schon küh­le Ver­hält­nis zu Wen­ning ver­schlech­ter­te sich zu­se­hends. Zu­erst mach­te Wen­ning Chris­toph Ju­re­cka (45) statt Pohl­chris­toph zum Fi­nanz­vor­stand, als sich des­sen Men­tor Schnei­der Ende 2018 in den Ru­he­stand ver­ab­schie­de­te. Rund zwölf Mo­na­te spä­ter dräng­te Wen­ning ihn dann ganz aus dem Un­ter­neh­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2020.