NAMEN UND NACHRICHTEN

Schleuder­trauma

LUFTHANSA CEO Spohr hat sich Erzfeinde im Konzern gemacht.

WIE­DER GE­FRAGT Ufo-Kopf Ni­coley Baublies (M.) beim Flug­be­glei­ter­streik am 7. No­vem­ber

Der Ti­tel klingt nach Klar­text. „Of­fen ge­sagt“ heißt die Ver­an­stal­tung, der sich Luft­han­sa-Len­kerCars­ten Sp­ohr (53) re­gel­mä­ßig stellt. Mit­ar­bei­ter fra­gen, der Chef ant­wor­tet. Wie es denn wei­ter­ge­hen sol­le im Ta­rif­kon­flikt mit der Ka­bi­nen­ge­werk­schaft Ufo, woll­te ein Zu­hö­rer An­fang De­zem­ber wis­sen. Doch statt klar zu ant­wor­ten, mahn­te Sp­ohr nur. Die Flug­be­glei­ter soll­ten sich wei­te­re Streiks gut über­le­gen, riet er, denn die könn­ten die Luft­han­sa um das Fünf-Ster­ne-Sie­gel brin­gen.

Ein wohl­ge­mein­ter Ap­pell – nur lei­der nutz­los. Nach Jah­ren des Streits ist das Ver­hält­nis zur Un­ab­hän­gi­gen Flug­be­glei­ter Or­ga­ni­sa­ti­on (Ufo) zer­rüt­tet, die Ge­werk­schaft streit­ba­rer denn je. Im No­vem­ber ließ sie zwei Tage strei­ken, 1500 Flü­ge fie­len aus.

Es könn­te für Sp­ohr bald noch schlim­mer kom­men. An­fang Fe­bru­ar en­det die Frie­dens­pflicht, da­nach sind Aus­stän­de un­be­grenzt mög­lich. Zu­gleich zeich­net sich eine Nie­der­la­ge im Rin­gen mit Ufo-Funk­tio­när Ni­coley Baublies (47) ab. Die Luft­han­sa, bei der Baublies als Ka­bi­nen­chef be­schäf­tigt war, hat ihm ge­kün­digt. Vor Ge­richt wird die Kün­di­gung am 19. Fe­bru­ar vor­aus­sicht­lich ein­kas­siert. Baublies könn­te zu­rück­keh­ren – auf Sicht so­gar als Auf­sichts­rat.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2020.