UNTERNEHMEN

AUF DIE HARTE TOUR

MANAGEMENT Keiner optimiert Konzerne so schnell, tief greifend und erfolgreich wie Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted. Dafür wird er Manager des Jahres. Seine Methode lässt sich lernen. Sie erfordert Konsequenz – und Opfer.

LIEB­LING DER AK­TI­ONÄRE Kein Top­ma­na­ger in Deutsch­land schafft es wie Adi­das-Chef Kas­per Ror­sted, aus gu­ten Un­ter­neh­men bes­se­re zu ma­chen – und so ih­ren Bör­sen­wert mas­siv zu stei­gern

Als Kas­per Ror­sted (57) im Ja­nu­ar 2016 be­kannt gibt, dass er die Fir­ma wech­seln wer­de, er­fährt er sei­nen wah­ren Preis. Der Bör­sen­wert des Kleb­stoff- und Kos­me­tik­kon­zerns Hen­kel, den Ror­sted acht Jah­re ge­führt hat­te, sinkt an je­nem Tag um bis zu 2,2 Mil­li­ar­den Euro – der von Adi­das, sei­nem künf­ti­gen Ar­beit­ge­ber, legt um bis zu 1,9 Mil­li­ar­den Euro zu (sie­he Gra­fik „Mil­li­ar­den­ma­na­ger"). Macht eine Taxe von 4,1 Mil­li­ar­den Euro für die Ma­nage­ment­küns­te ei­nes ein­zi­gen Man­nes.

Über­trie­ben? Wie man's nimmt. Aus Sicht der Adi­das-Ak­tio­nä­re hat die Bör­se maß­los un­ter­trie­ben. Seit Ror­sted im Ok­to­ber 2016 das Chef­bü­ro des Sport­ar­ti­kel­kon­zerns in Her­zo­ge­nau­rach be­zo­gen hat, stieg des­sen Bör­sen­wert um 24 Mil­li­ar­den Euro – ein Plus von 73 Pro­zent. Hen­kel ver­lor im glei­chen Zeit­raum 9 Mil­li­ar­den Euro.

Die Wert­stei­ge­rung ist das Er­geb­nis ei­nes schweiß­trei­ben­den Fit­ness­pro­gramms, das Ror­sted Adi­das ver­ord­net hat. Der Mann aus Dä­ne­mark hat den Kon­zern grö­ßer und ge­winn­stär­ker ge­macht, er op­ti­miert ihn wie ein Hoch­leis­tungs­sport­ler sein Trai­ning: neue Ab­läu­fe, mehr Tem­po, bes­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on. Das hat sei­nen Preis. An der Bör­se, aber auch un­ter den Be­schäf­tig­ten des Adi­das-Kon­zerns.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2020.