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DIGITALE VORHUT

ALIBABA Der chinesische Techgigant drängt nach Europa. Auch Deutschland ist im Visier. Die Chinesen sind schon deutlich weiter vorgedrungen, als die meisten gemerkt haben.

NEXT LE­VEL In Ali­ba­bas Zen­tra­le in Hang­zhou wur­de der größ­te Wa­ren­markt­platz der Welt ge­baut. Die Tech­no­lo­gie, die dort ent­wi­ckelt wird, ist an­de­ren E-Com­mer­ce-An­bie­tern weit über­le­gen.

Stahl­grau flim­mert Sin­ga­pur in der tro­pi­schen Hit­ze. Auf ei­ner Höhe von über 200 Me­tern bie­tet sich ein spek­ta­ku­lä­rer Aus­blick über die Wol­ken­krat­zer der Stadt und über un­zäh­li­ge Con­tai­ner­schif­fe, die vor dem Ha­fen auf ei­nen Lie­ge­platz war­ten. Drin­nen rei­hen sich kar­ge Ge­mein­schafts­bü­ros an­ein­an­der, in de­nen jun­ge Men­schen dicht an dicht an schmuck­lo­sen wei­ßen Tisch­rei­hen sit­zen. Hier, im 46. Stock des Axa Towers, sam­meln sich die Trup­pen des chi­ne­si­schen Tech­gi­gan­ten Ali­ba­ba. Sie sind die Vor­hut. Ihre Mis­si­on: das Feld zu be­rei­ten für den viel­leicht ehr­gei­zigs­ten An­griff der Wirt­schafts­ge­schich­te.

Die Vor­be­rei­tun­gen lau­fen seit über drei Jah­ren: Da­mals, 2016, über­nahm der Tech­no­lo­gie­kon­zern schritt­wei­se die Macht über den On­line­markt­platz La­za­da, ei­nen Ama­zon-Klon, ge­baut von Ro­cket-In­ter­net-Grün­der Oli­ver Sam­wer (47). Nun dient er dem größ­ten Han­dels­kon­zern der Welt als Ma­nö­ver­ge­biet für die Er­obe­rung des Erd­reichs.

Nach dem Ein­stieg in Sin­ga­pur ha­ben die Chi­ne­sen mit Dar­az be­reits das nächs­te Sam­wer-Un­ter­neh­men über­nom­men und sind so nach Pa­kis­tan, Ban­gla­desch, Myan­mar, Sri Lan­ka und Ne­pal vor­ge­drun­gen. Durch den Kauf der On­line­fa­shion­fir­ma Tren­dy­ol in der Tür­kei ste­hen sie in­zwi­schen am Mit­tel­meer und be­rei­ten den An­griff auf Eu­ro­pa vor.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2020.