UNTERNEHMEN

DER DEALER

PORTRÄT Clemens Fischer überzieht die Deutschen mit Werbung für Reizdarmmittel. Frei verkäufliche Arzneien haben den Seriengründer zum Fastmilliardär gemacht. Nun will er vom Cannabisboom profitieren.
Von Ursula Schwarzer

DR. RICH Cle­mens Fi­scher ist im Ge­sund­heits­ge­schäft das, was Oli­ver Sam­wer im E-Com­mer­ce ist

Das Geld war knapp, als Cle­mens Fi­scher (44) in Ober­bay­ern auf­wuchs. Häu­fig konn­ten er und sei­ne Mut­ter, die ihn al­lein auf­zog, nicht ein­mal Fahr­kar­ten von ih­rem Wohn­ort Murnau nach Mün­chen kau­fen. „Wir muss­ten im­mer kämp­fen“, sagt er.

Aus sei­ner kar­gen Kind­heit hat der Un­ter­neh­mer ei­nen ein­fa­chen Schluss ge­zo­gen: al­les ge­ben. „Nichts auf­ge­tischt zu be­kom­men, son­dern um jede Sa­che zu rin­gen“, so Fi­scher, „ist die bes­te Leh­re, durch die man ge­hen kann.“

Der Mann hat eine er­staun­li­che Kar­rie­re hin­ge­legt: Im Al­ter von sie­ben Jah­ren ver­hö­ker­te er Möh­ren aus dem Kel­ler sei­ner Mut­ter. Als 17-jäh­ri­ger be­trieb er eine Fir­ma für den Im­port von Mo­bil­funk­an­ten­nen aus Chi­na, die er nach ei­nem Jahr für rund 600.000 Mark ver­kauf­te. Mit 30 hat­te er die ers­te Mil­li­on auf dem Kon­to. Mitt­ler­wei­le be­zif­fert Fi­scher sein Ver­mö­gen auf etwa 850 Mil­lio­nen Euro.

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