NAMEN UND NACHRICHTEN

Auf Staatskurs

THYSSENKRUPP Die Stahldivision erweist sich als unverkäuflich. Berlin prüft den Einstieg.

ON­KEL PE­TER Mi­nis­ter Alt­mai­er (M., l.) war schon zu Be­such da

Es war ein leicht­fer­ti­ges Be­kennt­nis. Als sich die Thys­sen­krupp-Che­fin Mar­ti­na Merz (57) vor ei­nem Jahr als Fan des Werk­stoffs Stahl ou­te­te, kam das den Stahl­ko­chern des Ruhr­kon­zerns wie eine Be­stands­ga­ran­tie vor.

Aus ei­ge­ner Kraft wird Merz we­nig an­rich­ten kön­nen. Seit Mo­na­ten zieht sich die Su­che nach ei­nem star­ken Part­ner, idea­ler­wei­se gar ei­nem Käu­fer für das Stahl­busi­ness. Al­lein: Es be­wegt sich nichts.

Schon zur Bi­lanz­vor­la­ge im No­vem­ber, spä­tes­tens zur Haupt­ver­samm­lung im Fe­bru­ar, könn­te es zum Of­fen­ba­rungs­eid kom­men. Die Zei­chen meh­ren sich, dass nur noch der Staat das Über­le­ben der Spar­te durch eine di­rek­te Be­tei­li­gung si­chern kann – ähn­lich wie bei der Luft­han­sa. Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Hel­ge Braun (47; CDU) und Wirt­schafts­mi­nis­ter Pe­ter Alt­mai­er (62; CDU) sol­len ent­spre­chen­de Über­le­gun­gen prü­fen las­sen; bis­lang noch als Rück­fall­po­si­ti­on. Auch die IG Me­tall er­wägt ei­nen sol­chen Vor­stoß.

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