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Gute Geier

BEST OWNER GROUP Wie die IG Metall mit Private-Equity-Methoden siechende Zulieferer retten will.

ERS­TER BE­VOLLMÄCH­TIG­TER Frank-Jür­gen Wei­se war schon fast al­les, jetzt wird er auch noch Fi­nanz­in­ves­tor

Alle wa­ren ei­nig. Die Kanz­le­rin, der Wirt­schafts­mi­nis­ter, die Mi­nis­ter­prä­si­den­ten der Au­to­län­der, ge­nau­so na­tür­lich die Kon­zern­chefs Her­bert Diess (61) und Oli­ver Zip­se (56). Man müs­se den deut­schen Au­to­zu­lie­fe­rern hel­fen: Ver­bren­ner­kri­se, Co­ro­na-Zei­ten – Zehn­tau­sen­de Jobs stün­den auf dem Spiel. Nur wie?

Beim Au­to­gip­fel An­fang Sep­tem­ber ver­tag­te man sich. Da­bei hat­te IG-Me­tall-Chef Jörg Hof­mann (64) in der Vi­deo­kon­fe­renz be­reits ein Pro­jekt na­mens Best Ow­ner Group (BOG) vor­ge­stellt.

Die Ge­werk­schaft plant, gänz­lich un­so­zia­lis­tisch, ei­nen Pri­va­te-Equi­ty-Fonds, um bei Zu­lie­fe­rern mit be­grenz­ter Zu­kunft ein­zu­stei­gen: bei Spe­zia­lis­ten für Ver­bren­nungs­mo­to­ren. Rund 500 Mil­lio­nen Euro will man bei pri­va­ten Geld­ge­bern ein­sam­meln, zu­sätz­lich Fremd­ka­pi­tal auf­neh­men und da­mit ein Port­fo­lio von fünf bis sie­ben Mil­li­ar­den Euro Um­satz zu­sam­men­kau­fen. Das lang­fris­ti­ge Ren­di­te­ziel klingt – an­ge­sichts des zu er­war­ten­den Graustichs des Port­fo­li­os – or­dent­lich: Um die 5 Pro­zent ver­heißt ei­ner der Be­tei­lig­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2020.