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Fahrt auf Reserve

E.GO Elektroautopionier Günther Schuh rettet sein Projekt – braucht aber noch viel mehr Geld.

WIE­DER­EIN­STEI­GER Gün­ther Schuh mit sei­nem e.GO

An Op­ti­mis­mus hat es Gün­ther Schuh (61) noch nie ge­fehlt. Erst ver­kauf­te der Aa­che­ner Ma­schi­nen­bau­pro­fes­sor 2014 den Elek­tro­trans­por­ter Streets­coo­ter als Mo­dell der Zu­kunft an die Deut­sche Post. Die be­er­dig­te das Pro­jekt in­zwi­schen miss­ver­gnügt.

Sei­ne zwei­te Er­fin­dung, den elek­tri­schen Klein­wa­gen e.GO, preist Schuh seit Jah­ren als Wun­der­werk an, sah den Wert einst bei mehr als ei­ner Mil­li­ar­de Euro. Da­bei über­zeugt das Fahr­zeug mit nur rund 100 Ki­lo­me­tern Reich­wei­te bis­her we­der tech­nisch noch kom­mer­zi­ell. Selbst die Fi­nanz­nö­te ab April – erst Schutz­schirm­ver­fah­ren, dann In­sol­venz – ir­ri­tier­ten Schuh nicht.

Tat­säch­lich prä­sen­tier­te er un­längst ei­nen In­ves­tor. Ob die Ret­tung lan­ge vor­hält, ist je­doch frag­lich. Der neue Haupt­eig­ner kommt mit ziem­lich lee­ren Ta­schen. In­si­der be­rich­ten, der In­ves­tor, die nie­der­län­di­sche Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft ND Group, habe nur eine klei­ne ein­stel­li­ge Mil­lio­nen­sum­me hin­ge­legt. Auch die Mit­gift soll sich in en­gen Gren­zen hal­ten. ND habe 15 Mil­lio­nen Euro für die Fort­set­zung des Ge­schäfts zu­ge­si­chert. Ein Kle­cker­be­trag im Ver­gleich zu den 130 Mil­lio­nen Euro, die die Alt­ge­sell­schaf­ter nach­ge­schos­sen hat­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2020.