DIE ÖKONOMIE DER ...

Weltbank-Rankings

Die Volkswirte der Institution stecken im Politgestrüpp. Nach dem jüngsten Flop hilft nur ein Neuanfang.
Von Christian Schütte

Ran­kings ver­tei­len Pres­ti­ge und da­mit zu­min­dest in­di­rekt manch­mal auch Ka­pi­tal. Für den „Ease of Do­ing Busi­ness“-In­dex, mit dem die Welt­bank­grup­pe seit 2003 die Be­din­gun­gen für die lo­ka­le Wirt­schaft in 190 Län­dern be­wer­tet, gilt das ganz be­son­ders. Oder bes­ser: es galt. Nach Ma­ni­pu­la­ti­ons­vor­wür­fen lässt die Bank die fäl­li­ge Neu­aus­ga­be des Flagg­schiff­pro­jekts „pau­sie­ren“.

Das Ran­king quan­ti­fi­ziert die Last der Bü­ro­kra­tie für Un­ter­neh­mer. So soll der dif­fu­se Fak­tor „Wirt­schafts­freund­lich­keit“ welt­weit und im Zeit­ab­lauf ver­gleich­bar wer­den – und In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen von Un­ter­neh­men be­ein­flus­sen. Nur ist das nicht so ein­fach.

Die Qua­li­tät der Da­ten steht im­mer wie­der in der Kri­tik; Re­gie­run­gen än­dern ihre Re­geln teils bloß for­mal, um ein gu­tes Ran­king zu er­zie­len. Auch die For­scher be­ein­flus­sen Plat­zie­run­gen über Er­mes­sen­s­ur­tei­le und die Fort­ent­wick­lung der Me­tho­dik. Nun soll es Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten bei der Be­wer­tung ei­ni­ger Ölstaa­ten und des ein­fluss­rei­chen Chi­na ge­ge­ben ha­ben. Die Volks­re­pu­blik hat sich ra­sant ver­bes­sert. Zu­letzt be­leg­te sie Platz 31, knapp vor Frank­reich. Car­men Rein­hart (64), die im Juni an­ge­tre­te­ne neue Chef­öko­no­min der Welt­bank, will die Kri­tik in Ruhe prü­fen las­sen.

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