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ENDE EINER LEGENDE

REIMANN Altmeister Peter Harf schneidet den Konsumgiganten der Milliardärsfamilie mehr denn je auf sich zu. Seine Fehlerquote nimmt bedrohliche Ausmaße an.

PE­TER AL­LEIN ZU HAUS Pe­ter Harf hat spek­ta­ku­lä­re In­ves­to­ren­ge­schich­te ge­schrie­ben. Jetzt deu­tet sich an, dass er auch das Zeug zum tra­gi­schen Hel­den hat.

Anfang Juni wur­den die Be­schäf­tig­ten des Kos­me­tik­kon­zerns Coty ge­wahr, in was für ei­ner ein­zig­ar­ti­gen Welt sie ar­bei­ten. Pe­ter Harf (74) trat vor ihre Rei­hen und kün­dig­te an­ge­sichts hart­nä­cki­ger Ver­lus­te an, au­ßer als Chair­man nun auch noch als Vor­stands­chef zu wir­ken. „Ich bin eine Le­gen­de“, rief Harf sei­nen Leu­ten zu. „Ver­traut mir.“

Da mö­gen sich die Spit­zen­kräf­te der Top­kon­zer­ne wo­chen­end­work­shop­wei­se mit dem Pur­po­se ih­rer Or­ga­ni­sa­ti­on aus­ein­an­der­set­zen und mit der Fra­ge, mit wel­chen Ma­na­gern der La­den wohl am bes­ten zu len­ken sei. Für Harf ist die Ant­wort ein­fach: Harf.

Ihm ge­fällt die­ses Prin­zip so gut, dass er es neu­er­dings auch der JAB über­ge­stülpt hat – eine ein­zig­ar­ti­ge Hol­ding von Kon­zer­nen der Kon­sum­gü­ter­in­dus­trie (sie­he Gra­fik „Auf Kaf­fee­fahrt"), die Harf auf­ge­baut und mit der er sei­ne Geld­ge­ber zur reichs­ten Sip­pe der Re­pu­blik ge­macht hat: die Rei­manns, de­ren Ver­mö­gen mehr als 30 Mil­li­ar­den Euro be­trägt.

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