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VERPUFFTE ENERGIE

BASF Vorstandschef Martin Brudermüller steht erstmals richtig unter Druck. Sein Reformprogramm für den Chemiechampion entfaltet in rauer Pandemiezeit keine rechte Wirkung. Der Erneuerer muss nachbessern.

TRA­GI­SCHER HELD Mar­tin Bru­der­mül­ler scheint das Un­glück ge­ra­de­zu an­zu­zie­hen. Die Rutsch­fahrt der Au­to­in­dus­trie, Han­dels­zank und Co­ro­na ma­chen ihm ei­nen Strich durch sei­ne am­bi­tio­nier­te Rech­nung.

Es lässt sich nicht ver­ber­gen, dass aus der Re­gie nach­ge­hol­fen wur­de. Der En­er­gie­fun­ke soll über­sprin­gen, wenn sich Mar­tin Bru­der­mül­ler – per Vi­deo – mit sei­nen PR-Bot­schaf­ten an In­ves­to­ren und Mit­ar­bei­ter wen­det. Kraft­voll stapft der 59-jäh­ri­ge BASF-Chef durch das neue Crea­ti­on Cen­ter am Kon­zern­stamm­sitz in Lud­wigs­ha­fen. Sein Blick nimmt den Be­trach­ter ge­ra­de­zu in Ge­fan­gen­schaft. Um sei­nen Wor­ten Nach­druck zu ver­lei­hen, wip­pen die Un­ter­ar­me im Takt der Sät­ze auf und ab. Wenn Bru­der­mül­ler sie hebt, spreizt er gleich­zei­tig die Fin­ger weit aus­ein­an­der. So als kön­ne er das Schick­sal grei­fen, ja be­zwin­gen.

Schön wäre es.

Die BASF könn­te in den rau­en Zei­ten der Pan­de­mie Über­ge­walt an der Spit­ze gut ge­brau­chen. Der Che­mie­cham­pi­on krankt schon län­ger an Wachs­tums- und Ge­winn­schwä­che. Und nun bra­chen von April bis Ende Juni die­ses Jah­res auch noch 12 Pro­zent des Um­sat­zes im Ver­gleich zum Vor­jahr weg. Das be­rei­nig­te Vor­steu­er­er­geb­nis sack­te so­gar um 77 Pro­zent zu­sam­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2020.