SCHWERPUNKT

Die Ego-Loser

START-UPS Die Zahl der erfolgreichen Gründer steigt. Trotzdem scheitern viele am Sprung zum Topmanager.

WIR Das Mot­to von Pie­ter van der Does ren­tiert sich für sein Un­ter­neh­men, den Zah­lungs­ab­wick­ler und Ex-Wire­card-Ri­va­len Ady­en, für des­sen Ak­tio­nä­re – und für ihn selbst

Psst. Wir ha­ben gro­ße Neu­ig­kei­ten. Nein, streich das. Rie­si­ge Neu­ig­kei­ten.“ Der tie­fe­re Sinn der Her­zi­lein-Bot­schaft an die Kun­den, plat­ziert auf der Web­site und auch über­all sonst: Die USA, ver­meint­li­che Hei­mat der di­gi­ta­len Avant­gar­de, ist end­lich Teil der N26-Fa­mi­ly.

Es ist Juli 2019, und auch bei den Ih­ren wol­len die N26-Grün­der Va­len­tin Stalf (34) und Ma­xi­mi­li­an Tay­en­thal (40) den Start in den Me­ga­markt ad­äquat hy­pen: Jetzt ist man da­bei im Kon­zert der Gro­ßen. Ein Bild­schirm wird wir­kungs­voll im Groß­raum des Ber­li­ner Head­quar­ters der Start-up-Bank auf­ge­stellt. Dar­auf zu se­hen: eine War­te­lis­te, eine Land­kar­te, auf der neue An­mel­dun­gen auf­plop­pen, und Zah­len, die den Er­folg be­le­gen sol­len.

We­ni­ge Tage spä­ter wird der Mo­ni­tor wie­der aus dem Büro ab­ge­zo­gen. „Es war pein­lich“, sagt ein In­si­der heu­te. „Die Nach­fra­ge war viel ge­rin­ger als ge­dacht.“ Zu­min­dest auf of­fi­zi­el­ler Sei­te sieht man das bei N26 ganz an­ders. Man sei die „er­folg­reichs­te eu­ro­päi­sche mo­bi­le Bank“ in den USA.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2020.