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„Wir sind die Schlech­testen“

GALERIA KARSTADT KAUFHOF Nach der Insolvenz sollten Gewinne sprudeln. Stattdessen offenbart sich eine böse Schwäche des Händlers.

KAUF­FRUST GKK-Ei­gen­tü­mer René Ben­ko macht der Lock­down light bei den Wa­ren­häu­sern zu schaf­fen. Er selbst kauft gern wei­ter ein – zu­letzt er­warb er etwa das Kaut-Bul­lin­ger-Haus in Mün­chen mit 4200 Qua­drat­me­tern Miet­flä­che.

Der Ei­gen­tü­mer René Ben­ko (43) ist per Vi­deo zu­ge­schal­tet und macht den Füh­rungs­kräf­ten von Ga­le­ria Kar­stadt Kauf­hof (GKK) klar, was er er­war­tet. Nach lan­gen Pha­sen der Ver­lus­te wün­sche er sich, dass das Wa­ren­haus end­lich wie­der Ge­win­ne ab­wirft. Im­mer­hin habe er Hun­der­te Mil­lio­nen Euro in­ves­tiert, rech­net Ben­ko vor, das sei ein star­kes Be­kennt­nis zum Un­ter­neh­men. Na ja, und ge­ne­rell zur In­nen­stadt auch.

Tat­säch­lich keim­te zum Zeit­punkt des Tref­fens An­fang Ok­to­ber Hoff­nung bei den 22.000 Be­schäf­tig­ten auf. Man war kom­plett ent­schul­det, weil die Gläu­bi­ger auf gut zwei Mil­li­ar­den Euro ver­zich­te­ten; Ben­ko hat­te wei­te­re 366 Mil­lio­nen Euro zu­ge­sagt. GKK-Chef Mi­guel Müllen­bach (44) ver­füg­te über mehr als eine hal­be Mil­li­ar­de Euro Li­qui­di­tät. Was soll­te da schief­ge­hen?

Ei­gent­lich, so weiß man in­zwi­schen, fast al­les. Nur we­ni­ge Wo­chen nach dem Tref­fen ist die Wa­ren­haus­ket­te wie­der weit von Ge­win­nen ent­fernt, ers­te Zwi­schen­zie­le des Sa­nie­rungs­plans sind ge­ris­sen. In der Es­se­ner Zen­tra­le herr­sche „Alarm­stim­mung“, heißt es im Un­ter­neh­men.

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