NAMEN UND NACHRICHTEN

Codename „Armageddon“

WIRECARD Wie der flüchtige Vorstand Jan Marsalek Geld aus dem Unternehmen abzweigte.

LAN­GER ARM Ex-Wire­card-Vor­stand Jan Mar­sa­lek setzt of­fen­bar ei­nem frü­he­ren Ver­trau­ten nach

Aleksan­dar V. (48), In­ter­net­in­ves­tor und Mul­ti­ge­schäfts­füh­rer, stellt sei­nen Reich­tum gern zur Schau. Sei­ne Cham­pa­gner-Lun­ches auf Ibi­za hät­ten schon mal fünf­stel­li­ge Be­trä­ge ge­kos­tet, be­rich­ten Be­kann­te. Ähn­li­che Sum­men habe er für Va­sen in sei­nem Büro im Mün­che­ner No­bel­vier­tel Bo­gen­hau­sen aus­ge­ge­ben. Zu­min­dest wie­sen das die Preis­schil­der so aus, die V. hän­gen ließ.

Auch sei­nen Hang zu cho­le­ri­schen Aus­fäl­len ver­barg der In­ves­tor nicht. So man­cher Be­such der Busi­ness­lounge am Flug­ha­fen en­de­te im Brüll­an­fall. Und ge­le­gent­lich habe er so­gar vor grö­ße­rem Pu­bli­kum dar­über sin­niert, ei­nem Vor­stand kör­per­li­che Ge­walt an­zu­tun.

Nur wenn ei­ner im Raum ge­we­sen sei, dann sei der Auf­schnei­der „wie ver­wan­delt“ und be­merks­wert klein­laut ge­we­sen: Jan Mar­sa­lek (40), lang­jäh­ri­ger Vor­stand des zu­sam­men­ge­bro­che­nen Dax-Kon­zerns Wire­card. Mar­sa­lek ar­bei­te­te meist frei­tags am Dienst­sitz von V. Und war dann ein­deu­tig der Chef in der Vil­la.

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