NAMEN UND NACHRICHTEN

„Hinhalte­taktik“

DEUTSCHE BANK Die Finanzaufsicht ärgert sich über Vorstandschef Christian Sewing.

ZWEI JOBS Sewings Dop­pel­rol­le ist Auf­se­hern ein Dorn im Auge

AlsChris­ti­an Sewing (50) im Früh­jahr 2018 den Vor­sitz der Deut­schen Bank über­nahm, rief er ein zwi­schen­mensch­li­ches The­ma zu ei­nem Kern­an­lie­gen aus: Er woll­te die zer­rüt­te­ten Be­zie­hun­gen zu den Fi­nanz­auf­se­hern kit­ten. Die wa­ren un­ter sei­nen Vor­gän­gern An­s­hu Jain (57) und Jür­gen Fit­schen (72) völ­lig ver­fah­ren; da­nach hat­ten John Cryan (59) als CEO und Sewing als Pri­vat­kun­den­vor­stand das Kli­ma nur leicht ver­bes­sert.

In­zwi­schen hat Sewing ei­ni­ges er­reicht; man spricht in an­ge­neh­me­rer At­mo­sphä­re. Doch jetzt ver­sucht der Bank­chef, gleich eine Rei­he von For­de­run­gen der Fi­nanz­auf­se­her aus­zu­sit­zen. Er setzt das Er­reich­te wie­der aufs Spiel.

Hoch­ran­gi­gen Auf­se­hern ge­fällt zum Bei­spiel nicht, dass Sewing in Per­so­nal­uni­on das In­vest­ment­ban­king im Vor­stand ver­ant­wor­tet. Seit sei­ner Amts­über­nah­me im Juli 2019 ist das so, und die Bank macht kei­ne An­stal­ten, ei­nen In­vest­ment­bank­vor­stand zu in­stal­lie­ren. Ei­gent­lich to­le­rie­ren die Auf­se­her eine sol­che Lö­sung nur auf mitt­le­re Sicht. Die Zeit­span­ne nei­ge sich lang­sam dem Ende ent­ge­gen, war­nen hoch­ran­gi­ge Re­gu­lie­rer.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.