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Paul Achleitner

gibt Bayer-Mandat auf.

20 Jah­re sind eine lan­ge Zeit, und ir­gend­wann ist mal Schluss. Ge­nau­er ge­sagt im Früh­jahr 2022: am Tag der über­nächs­ten Bay­er-Haupt­ver­samm­lung wird Paul Ach­leit­ner (64) als Auf­sichts­rat beim Che­mie- und Phar­ma­gi­gan­ten ab­tre­ten.

Eine Wie­der­wahl wäre kaum mög­lich ge­we­sen, die Re­gu­la­ri­en se­hen ma­xi­mal drei Amts­pe­ri­oden vor. Schon bei Ach­leit­ners letz­ter Wahl zog Bay­ers da­ma­li­ger Auf­sichts­rats­chef Wer­ner Wen­ning (74) eine Aus­nah­me­re­ge­lung, weil an­sons­ten zu vie­le Neu­lin­ge gleich­zei­tig in das Kon­troll­gre­mi­um ein­ge­zo­gen wä­ren. Die Quit­tung kam prompt: Mit 83 Pro­zent kas­sier­te der Öster­rei­cher das schwächs­te Er­geb­nis.

Im Früh­jahr die­ses Jah­res gab Ach­leit­ner be­reits sein Man­dat beim Au­to­kon­zern Daim­ler ab. Zu Ende geht da­mit auch die Ära ei­nes Ze­re­mo­ni­en­meis­ters, der die Deutsch­land AG präg­te wie zu­letzt kaum ein an­de­rer – im Gu­ten wie im Schlech­ten, erst als Statt­hal­ter der In­vest­ment­bank Gold­man Sachs, dann als Fi­nanz­chef der Al­li­anz, schließ­lich als Ver­wal­ter des Nie­der­gangs bei der Deut­schen Bank.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.