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BEIERSDORF Der Nivea-Konzern hat kein Glück mit seinen Vorständen. Zwei sollen gehen.

TRAU­ER­FALL NI­VEA Bei­ers­dorf-Vor­mann De Loecker und Noch-Fi­nanz­che­fin Tem­per­ley

Bei­ers­dorf-Chef Ste­fan De Loecker (53) gilt als ehr­gei­zi­ger, aber den­noch um­gäng­li­cher Ma­na­ger. Den Groß­teil sei­ner Lauf­bahn hat der wuch­ti­ge Bel­gi­er im Ver­trieb ver­bracht; dort hat er ge­lernt, auf Men­schen zu­zu­ge­hen. Auch mit sei­nen Mit­ar­bei­tern sucht er gern das Ge­spräch.

Nun aber ha­dert De Loecker mit dem Spit­zen­per­so­nal. Gleich zwei wich­ti­ge Po­si­tio­nen im sie­ben­köp­fi­gen Vor­stand des Ham­bur­ger Haut­pfle­ge- und Kleb­stoff­kon­zerns wer­den dem­nächst wohl neu be­setzt. Fest steht, dass das En­ga­ge­ment von Fi­nanz­che­fin Des­si Tem­per­ley (47) im Som­mer aus­läuft. Of­fen­bar sind we­der De Loecker noch Auf­sichts­rats­chef Rein­hard Pöl­l­ath (72) von ihr über­zeugt. Auch in der Or­ga­ni­sa­ti­on man­gelt es der frü­he­ren Nest­lé-Ma­na­ge­rin an Rück­halt (sie­he mm 10/​2020).

Au­ßer­dem könn­te das Gast­spiel von Vor­stand Asim Na­se­er (51), zu­stän­dig für die Kern­mar­ke Ni­vea, bald en­den. De Loecker und der Pa­kis­ta­ner, der 2019 von Proc­ter & Gam­ble (P&G) ge­kom­men war, ver­ste­hen sich an­schei­nend nicht. Es kra­che mit­un­ter zwi­schen den bei­den, be­rich­ten In­si­der. Als ein An­lass gilt da­bei die schwa­che Ver­fas­sung von Ni­vea. Die Mar­ke macht drei Vier­tel des Kon­su­men­ten­ge­schäfts von Bei­ers­dorf aus, die Zah­len ge­fähr­den De Loeckers Mit­tel­frist­pla­nung. Bei Vor­la­ge der Neun­mo­nats­zah­len stell­te Bei­ers­dorf Ende Ok­to­ber in­fra­ge, ob das Un­ter­neh­men mit den Haut­pfle­ge­pro­duk­ten wie ver­spro­chen bis 2023 eine Mar­ge von 16 bis 17 Pro­zent er­zie­len kann.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.