NAMEN UND NACHRICHTEN

Die Milliar­den­masche

OETKER Wieso der Nahrungsmittelkonzern so viel für den Getränkelieferdienst Flaschenpost zahlt.

MEHR­WEG GE­WINNT Fla­schen­post-Grün­der Die­ter Büchl mit sei­ner Ge­heim­waf­fe: Pfand­fla­schen

Mehr­weg macht ab­hän­gig: Die­ter Büchl (45) hat es schnell be­grif­fen, als er vor sechs Jah­ren in Müns­ter den Ge­trän­ke­lie­fer­dienst Fla­schen­post star­te­te. Büchl lock­te Neu­kun­den da­mit, ei­nen Kas­ten Pils für ei­nen Euro zu be­stel­len. Wenn sich das lee­re Pfand dann im Flur sta­pel­te, schlepp­ten nur die we­nigs­ten die Kis­ten selbst zum Su­per­markt. Statt­des­sen be­stell­ten sie nach. Im Schnitt alle 17 Tage. Prak­tisch für im­mer.

Büchls Ma­sche funk­tio­niert so gut, dass die Oet­ker-Grup­pe nun bis zu eine Mil­li­ar­de Euro für Fla­schen­post be­zah­len wird. In den Me­di­en wur­de die Über­nah­me als „gro­ßer Coup“ für den Bie­le­fel­der Nah­rungs­mit­tel­kon­zern ge­fei­ert.

Doch am Ende sit­zen die Ge­win­ner in Müns­ter: Der 2018 in den Auf­sichts­rat ge­wech­sel­te Grün­der soll bis zu 100 Mil­lio­nen Euro an dem Deal ver­die­nen; CEO Ste­phen Weich (37) und die drei wei­te­ren Vor­stän­de noch mal un­ge­fähr die glei­che Sum­me. Der ge­naue Be­trag ist ab­hän­gig da­von, wie er­folg­reich sich Fla­schen­post künf­tig ent­wi­ckeln wird.

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