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Maßgeschneidert

TOM TAILOR Dass der Staat eine chinesische Firma zulasten der Gläubiger rettet, sorgt für Ärger.

ANZÜGLICH Fo­sun-Chef Guo Guang­chang freut sich über deut­sche Hil­fe

Es ist der 8. Juni 2020, die ers­te Wel­le der Pan­de­mie läuft aus, die Mel­dun­gen be­gin­nen Mut zu ma­chen, auch wirt­schaft­lich. Per Ad-hoc-Mit­tei­lung ver­kün­det der ge­beu­tel­te Mo­de­kon­zern Tom Tailor sei­ne Ret­tung, dem Staat sei Dank.

Die Bun­des­re­gie­rung und die Län­der Ham­burg und Nord­rhein-West­fa­len bür­gen mit 100 Mil­lio­nen Euro. Da­für ver­län­gern die Ban­ken des Ham­bur­ger Un­ter­neh­mens ihre Kre­di­te in Höhe von 355 Mil­lio­nen Euro bis Ende Sep­tem­ber 2024. Klingt gut. Doch die fro­he Bot­schaft hat ei­ni­ge Ha­ken.

Geld, da­mit be­ginnt es, be­kommt nur die Tom Tailor GmbH. Die Toch­ter Bo­ni­ta flüch­tet in ein Schutz­schirm­ver­fah­ren, die bör­sen­no­tier­te Hol­ding Tom Tailor SE mel­det In­sol­venz an und wird in die­sen Ta­gen be­er­digt. Und hin­ter den Ku­lis­sen be­ginnt ein Kri­mi, in des­sen Skript wü­ten­de Gläu­bi­ger ein Kom­plott des Staa­tes zu­guns­ten ei­nes chi­ne­si­schen Kon­zerns und zu­las­ten von Klein­spa­rern und Ver­mie­tern wit­tern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.