GLAU­BE, HIE­BE, HOFF­NUNG Tou­ris­ten­ma­gne­te wie die Six­ti­ni­sche Ka­pel­le zie­hen im­mer. Das Mil­li­ar­den­ge­schäft mit dem Ur­laub aber wan­delt sich ra­di­kal.

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HIMMEL, HILF!

TOURISTIK Vom Reisebüro an der Ecke bis zum globalen Portal – die Pandemie quält die gesamte Urlaubsbranche. Jetzt zeigt sich, welche Geschäftsmodelle noch Zukunft haben. Und welche nicht.

Er sitzt ganz ru­hig an sei­nem Schreib­tisch, aber ei­gent­lich möch­te er tan­zen. Jo­han­nes Reck (35) wirkt auf­ge­kratzt, ein brei­tes Lä­cheln springt dem jun­gen In­ter­net­un­ter­neh­mer ins Ge­sicht. „Uns ist hier nach Fei­ern“, be­kennt er. Seit we­ni­gen Mi­nu­ten ist es of­fi­zi­ell: Kurz vor Jah­res­en­de pum­pen in­ter­na­tio­na­le In­ves­to­ren fri­sches Geld in Recks Start-up Ge­tYour­Gui­de. 114 Mil­lio­nen Euro als Wan­del­an­lei­he be­kommt das Ber­li­ner Por­tal, das welt­weit ge­führ­te Aus­flü­ge, Er­leb­nis­se und Ti­ckets ver­kauft.

„Das ist ein enor­mer Ver­trau­ens­be­weis für un­ser Kon­zept“, ju­belt der Chef, und er über­treibt noch nicht mal. Man muss wahr­lich viel Zu­ver­sicht mit­brin­gen, um mit­ten in der Co­ro­na-Kri­se in eine der am stärks­ten ge­plag­ten Bran­chen zu in­ves­tie­ren: die Tou­ris­tik.

Auch Ge­tYour­Gui­de hat es bru­tal er­wischt. Das Ge­schäft brach zeit­wei­lig zu­sam­men. Die ge­schätzt 15 Mil­lio­nen ver­kauf­ten Tou­ren und Ti­ckets des Vor­jah­res klin­gen heu­te wie Nach­rich­ten aus ei­ner fer­nen Ga­la­xie.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.