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Sparta Düsseldorf

METRO Olaf Koch und sein Investor Daniel Křetínský kämpften zwei Jahre gegeneinander. Der trickreiche Tscheche gewann. Nun steht der weiteren Zerschlagung nichts mehr im Wege.

AN­GREI­FER Da­ni­el Kře­tíns­ký kam si­cher auch das Macht­va­ku­um bei der Me­tro zu­pass, um sei­nen Ein­fluss dort wei­ter aus­zu­bau­en. Bei der Chef­su­che will er mit­re­den.

Als Olaf Koch (50) Ende Ok­to­ber 2019 eine klei­ne De­le­ga­ti­on von Top­ma­na­gern aus den USA über das Ge­län­de der Me­tro führt, ist die Stim­mung bes­ser als die Lage. Der Herbst­wind pfeift lei­se in Düs­sel­dorf, in den frü­hen Mor­gen­stun­den gab es Bo­den­frost. Der Me­tro-Chef sucht vor al­lem die Nähe von Joel Gra­de, ei­nem kahl­köp­fi­gen, un­ter­setz­ten Fi­nanz­spe­zia­lis­ten im Diens­te von Sy­s­co, das zu den welt­weit größ­ten Lie­fe­ran­ten für Le­bens­mit­tel zählt.

Den gan­zen Som­mer hat Koch auf die­sen Tag hin­ge­ar­bei­tet. Sein Kal­kül: Dem Lie­fer­rie­sen aus den USA fehlt ein star­kes eu­ro­päi­sches Stand­bein – und Koch be­nö­tigt ei­nen stra­te­gi­schen In­ves­tor. Ei­nen Ret­ter, der ihn vor ei­nem un­be­re­chen­ba­ren Groß­ak­tio­när aus Tsche­chi­en schützt und ihm und dem Un­ter­neh­men neu­es Le­ben schenkt.

Sy­s­co, so der Plan, soll Kochs wei­ßer Rit­ter im Kampf ge­gen Da­ni­el Kře­tíns­ký (45) wer­den. Der Tsche­che ist ein groß ge­wach­se­ner, trai­nier­ter Typ, mit kur­zem Haar und gut ge­schnit­te­nen An­zü­gen. In ei­nem ers­ten Schritt er­warb der Mann aus Prag 2018 7,3 Pro­zent der Me­tro-An­tei­le von der Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie Ha­ni­el. Und er­lös­te die­se da­mit vom jah­re­lan­gen Elend der Kurs­ver­lus­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.