FÜHRUNGSZEUGNIS

Abstand von der Arbeit

Corona beschleunigt nicht nur die Digitalisierung, es treibt auch die Entmenschlichung der Industrie voran.
Von Thomas Sattelberger

Coro­na ist Mist. Vie­le von uns hof­fen auf eine schnel­le Rück­kehr zur al­ten Nor­ma­li­tät. Impf­stoff her, dann wird al­les gut. Mit et­was mehr Di­gi­ta­li­sie­rung in der öf­fent­li­chen Ver­wal­tung, im Bil­dungs- und Ge­sund­heits­we­sen und im pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be. Glück ge­habt. Auf­at­men. Was aber, wenn Wis­sen­schaft­ler recht ha­ben, die uns eine jah­re­lan­ge Ko­exis­tenz mit dem Vi­rus vor­aus­sa­gen, auch mit Impf­stoff? Dann sieht die Welt an­ders aus. Dann wer­den wir es mit ei­nem tie­fen Ein­schnitt in die Ar­beits­welt zu tun ha­ben, mit mehr Ver­wer­fun­gen, als wir es uns bis­her ein­ge­ste­hen wol­len.


AMA­ZON & CO. SO­WIE DIE DI­GI­TAL­NA­TIO­NEN – Süd­ko­rea, die USA an der Ost- und West­küs­te, Chi­na – sind nach heu­ti­gem Stand die Ge­win­ner von Co­ro­na. Wenn uns das Vi­rus län­ger be­glei­tet, wird aus der Dis­kus­si­on über die Fron­trun­ner im glo­ba­len In­no­va­ti­ons­wett­be­werb das viel­stim­mi­ge Elend vie­ler Volks­wirt­schaf­ten, die ver­zwei­felt gleich­zei­tig Struk­tur­wan­del und Vi­rus­ab­wehr zu ma­na­gen ver­su­chen. Über­le­bens­si­che­rung mit­ten im schum­pe­ter­schen Pro­zess der krea­ti­ven Zer­stö­rung. Als Spie­gel­bild des „So­ci­al Dis­tan­cing“ im Zwi­schen­mensch­li­chen ent­wi­ckelt sich mit Sie­ben­mei­len­stie­feln die Low- oder gar No-Touch-Eco­no­my: Öko­no­mie mög­lichst ohne mensch­li­che Be­rüh­rung.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.