TRENDS

DIE NEUE STAATSWIRT­SCHAFT

CORONA-KRISE Milliarden verteilen, Konzerne retten – und nebenbei die ganze Wirtschaft umbauen: In der Pandemie wirbelt der Staat wie entfesselt. Der zweite Lockdown verstärkt seine Macht noch. Dabei werden die Gefahren des Staatskapitalismus immer größer.

LEI­TER DES VEB BRD An­ge­la Mer­kel, Olaf Scholz und Pe­ter Alt­mai­er (v. l.) wol­len nicht nur ret­ten, son­dern auch ge­stal­ten

Wie die bei­den Her­ren da in ih­ren Werk­tags­an­zü­gen vor der blass­blau­en Wand der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz in Ber­lin sit­zen, den lee­ren Co­ro­na-Ab­stand­shal­ter­stuhl zwi­schen sich, se­hen sie nicht ge­ra­de aus wie die der­zeit mäch­tigs­ten Wirt­schafts­füh­rer im Land. Der eine, Pe­ter Alt­mai­er (62), steht ei­nem Mi­nis­te­ri­um vor, das die Wirt­schaft im Na­men trägt, in der­sel­ben aber tra­di­tio­nell als durch­set­zungs­schwach galt. Ein paar Sub­ven­tio­nen und war­me Wor­te streu­en, das war mehr oder we­ni­ger die Job­be­schrei­bung. Der an­de­re, Olaf Scholz (62), ver­wal­tet zwar als Fi­nanz­mi­nis­ter den Bun­des­haus­halt. Aber sei­ne SPD ist so schwach, dass auch der Kanz­ler­kan­di­dat für die Bun­des­tags­wahl 2021 stram­peln muss.

Nun hat das Co­ro­na­vi­rus Alt­mai­er und Scholz qua­si zu Co-CEOs der Deutsch­land AG be­för­dert. Oder, je nach Sicht­wei­se, zu Ge­schäfts­lei­tern ei­nes volks­ei­ge­nen Be­trie­bes – des VEB BRD.

Es ist der letz­te Don­ners­tag im Ok­to­ber. Am Vor­tag ha­ben Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (66) und die 16 Mi­nis­ter­prä­si­den­ten das Land auf ei­nen zwei­ten Lock­down ver­pflich­tet, um die Aus­brei­tung des Vi­rus zu ver­lang­sa­men.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.