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PIONIERIN EINER NEUEN WELT

LAUREATIN 2020 Emmanuelle Charpentiers „Genschere“ kann Pflanzen und Menschen verändern. Dafür wird sie den Chemie-Nobelpreis erhalten – und nun in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen. Porträt einer Frau mit Geschäftssinn.

POWER­FRAU Em­ma­nu­el­le Char­pen­tier bringt eine welt­of­fe­ne Stim­mung und eine neue Dy­na­mik in die tra­di­ti­ons­rei­chen Ge­bäu­de und La­bors auf dem Cam­pus der Ber­li­ner Cha­rité

Am Mor­gen des 7. Ok­to­ber, eine Mi­nu­te vor elf, klin­gel­te Em­ma­nu­el­le Char­pen­tiers Mo­bil­te­le­fon, das „wie an je­dem nor­ma­len Ar­beits­tag“ auf dem Schreib­tisch ih­res Ber­li­ner Bü­ros lag. Die Län­der­vor­wahl +46 ver­riet: Der An­ruf kam aus Schwe­den. „Also“, sagt sie, „nahm ich ihn an.“ Of­fen­bar hat­te sie da­mit ge­rech­net.

Ein freund­li­cher Herr mit star­kem skan­di­na­vi­schem Ak­zent ver­kün­de­te der 51-jäh­ri­gen Fran­zö­sin, sie wer­de den Che­mie-No­bel­preis des Jah­res 2020 er­hal­ten. Ihre Cool­ness war da­hin, sie habe „sehr emo­tio­nal“ re­agiert, er­zählt sie. „Trotz al­ler in­ner­li­chen Vor­be­rei­tung – wenn der Mo­ment der höchs­ten Eh­rung ein­tritt, ist man über­wäl­tigt.“

In den ers­ten 15 Mi­nu­ten, nach­dem die Nach­richt von ih­rem No­bel­preis über die Ti­cker ge­gan­gen war, er­reich­ten Char­pen­tier über 300 E-Mails und Text­nach­rich­ten. Seit­her ist in ih­rem Le­ben nichts mehr wie zu­vor. Da­bei ist die Mi­kro­bio­lo­gin und Ge­ne­ti­ke­rin längst ein welt­weit ge­fei­er­ter Su­per­star der Wis­sen­schaft.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.