DIE ULTIMATIVE

Bettwäsche

Thread Count ist das neue Statussymbol – für bessere Träume.

LA­KEN­LU­XUS Be­son­ders be­liebt sind die Ho­tel­gar­ni­tu­ren ab 500 Euro

Mehr zu Hau­se war nie. Nach Kü­chen­phi­lo­so­phie, ba­cken und ko­chen, bli­cken wir jetzt in Co­ro­na-Zei­ten ins Schlaf­zim­mer: Bett­wä­sche wird, zu­min­dest in der Trend­ma­schi­ne Ins­ta­gram, zum Sta­tus­sym­bol er­ho­ben. Der Code und das Kenn­zei­chen für qua­li­täts­vol­le Bett­gar­ni­tu­ren – vom La­ken bis zum Du­vet­co­ver – heißt Thre­ad Count: Die Fa­den­dich­te pro Qua­drat­zen­ti­me­ter be­stimmt die Qua­li­tät. Je hö­her der Thre­ad Count, umso bes­ser: Die lang­ge­spon­ne­ne, zar­te (meist ägyp­ti­sche) Baum­wol­le lässt sich bes­ser bü­geln, ist „crisp“ wie in Lu­xus­ho­tels, fühlt sich zu­gleich woh­lig warm an. Al­les über 400 Thre­ad Count ist okay, Scheichs ver­ord­nen der First Class ih­rer Air­lines so­gar bis zu 1200, aber das ist kaum noch un­ter­scheid­bar.

Die In­stanz in bes­ter Bett­wä­sche ist die ita­lie­ni­sche Fir­ma Fret­te, Sitz in Mon­za, 250 Mit­ar­bei­ter, seit 1860 Lie­fe­rant für Ge­web­tes – vom Al­tar des Pe­ters­doms über den Spei­se­wa­gen des „Ori­ent Ex­press“ bis hin zu Kö­nigs­häu­sern in al­ler Welt. Und die Fünf­ster­ne- und Pa­last­ho­tels der Rit­z', Sa­voys und Pen­in­su­las bet­ten ihre Gäs­te auch in den Gar­ni­tu­ren des Her­stel­lers kurz vor den To­ren Mai­lands. Pro­du­ziert wird – wie von je­her – aus­schließ­lich in hei­mi­schen Ma­nu­fak­tu­ren.

Vor­stands­chef ist Fi­lip­po Arnabol­di, der sei­ne Fret­te-Kar­rie­re im Mar­ke­ting be­gann; das Un­ter­neh­men ge­hört mitt­ler­wei­le ei­nem pan­eu­ro­päi­schen Pri­va­te-Equi­ty-Fonds (Chan­ge Ca­pi­tal Part­ners).

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.