WAS MACHT EIGENTLICH ...

Janina Kugel?

Die ehemalige Siemens-Vorständin und Multiaufsichtsrätin will jetzt wieder mal etwas Neues lernen.

Der Auf­schrei in den so­zia­len Me­di­en war groß, als Ja­ni­na Ku­gel (50) im Som­mer 2019 ih­ren Ab­schied von Sie­mens be­kannt gab. Als Per­so­nal­vor­stän­din war sie – lan­ge von Vor­stands­chef Joe Ka­e­ser (63) ge­för­dert – zum Star em­por­ge­stie­gen. Doch Ka­e­ser wäre nicht Ka­e­ser, hät­te er nicht prompt Trost pa­rat ge­habt. „Für die, die glau­ben, dass 'K & K' vor­bei ist“, twit­ter­te er: „Wir ha­ben groß­ar­ti­ge Plä­ne.“ Das brach­te ihm 388 Li­kes und al­ler­lei Nach­fra­gen ein, die er al­ler­dings nie be­ant­wor­te­te.

Wel­che Plä­ne also mein­te Ka­e­ser? „Da müs­sen Sie ihn fra­gen“, sagt Ku­gel. Ein ver­reg­ne­ter Ok­to­ber­tag kurz vor dem Lock­down, auf der be­heiz­ten Ter­ras­se ei­nes Cafés an der Münch­ner Frei­heit, Ku­gel isst Schwarz­wäl­der Kirsch­tor­te (die liebt sie). Nach ih­rem Ab­gang bei Sie­mens ver­ließ sie den Auf­sichts­rat der Toch­ter Sie­mens Healt­hineers, ei­nen Job als Kon­trol­leu­rin von Sie­mens En­er­gy lehn­te sie ab, ob­wohl IG-Me­tall-Vor­stand Jür­gen Ker­ner (51) sie per­sön­lich bat. „Wenn man aus ei­nem Un­ter­neh­men raus ist, ist man raus“, fin­det Ku­gel.

Statt­des­sen nutzt sie ihre neue Frei­heit. „Ich fra­ge mich: Wo ler­ne ich ei­gent­lich noch et­was?“ Ende No­vem­ber muss sie ihr Buch über die neue Ar­beits­welt ab­ge­ben, das im April er­schei­nen soll. „Schrei­ben sor­tiert den Kopf to­tal. Aber ich habe auch raus­ge­fun­den, wie we­nig lus­tig Schrei­ben ist.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2020.