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Jim, Jack & Joe

AUTOZULIEFERER Die Sanierer drängen VW zu mehr Konzilianz. Sonst wollen sie Hedgefonds zu Hilfe rufen.

KEI­NE HIL­FE Die La­ckier­an­la­ge für Por­sches Tay­can ret­te­te Ei­sen­mann nicht

Frau­ke Eßer saß auf dem hei­ßen Stuhl. Die Eli­te der deut­schen Sa­nie­rungs­ex­per­ten hat­te die VW-Ri­si­ko­ma­na­ge­rin im De­zem­ber zu ih­rem re­gel­mä­ßi­gen „Round­ta­ble Re­struc­tu­ring“ ge­la­den. In der Run­de tref­fen sich Ban­ker, In­sol­venz­ex­per­ten, An­wäl­te und Un­ter­neh­mens­be­ra­ter; und Eßer, in Wolfs­burg zu­stän­dig für kri­seln­de Zu­lie­fe­rer, „wur­de sturm­reif ge­schos­sen“, wie ein Teil­neh­mer be­rich­tet.

Ins­be­son­de­re An­dre­as Dör­hö­fer (56) at­ta­ckier­te die Volks­wa­gen-Frau. Der Chief Credit Of­fi­cer der Deut­schen Bank, als ehe­ma­li­ger Hand­bal­ler (92 Län­der­spie­le, Deut­scher Meis­ter mit dem VfL Gum­mers­bach) ge­wöhnt an rup­pi­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen, sah sich von Eßer um ei­nen Mil­lio­nen­kre­dit in hoch zwei­stel­li­gem Um­fang ge­bracht.

Als der auf La­ckier­an­la­gen spe­zia­li­sier­te Böb­lin­ger Zu­lie­fe­rer Ei­sen­mann (rund 3000 Mit­ar­bei­ter, gut 700 Mil­lio­nen Euro Um­satz) in die Plei­te schlit­ter­te, wa­ren Ban­ken und Kre­dit­ver­si­che­rer zu Zu­ge­ständ­nis­sen be­reit. Auch Groß­kun­de Volks­wa­gen soll­te für ein noch nicht fer­tig­ge­stell­tes Pro­jekt der VW-Toch­ter Por­sche vor­ab rund 50 Mil­lio­nen Euro über­wei­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.