DIE ÖKONOMIE DER ...

... neuen 20er Jahre

Europa setzt auf Grün. Aber was die Dekade wirklich bringen wird, entscheidet sich anderswo.
Von Christian Schütte

Jede Ära hat ihre gro­ße Wirt­schafts­sto­ry. Auf die Rea­ga­no­mics folg­te der Mau­er­fall, nach den zu den „Brics“ hoch­ge­jazz­ten Auf­stei­ger­staa­ten und der Fi­nanz­kri­se ka­men die Ti­ta­nen des Si­li­con Val­ley. Zum Ka­len­der­wech­sel in die 20er hat der Wett­lauf um die nächs­te Lei­ter­zäh­lung be­gon­nen. Wer die neue De­ka­de de­fi­nie­ren kann, dem winkt reich­li­cher Ge­winn.

Der Fi­nanz­markt­öko­nom Ro­bert Shil­ler hat zu­letzt ge­zeigt, dass er­folg­rei­che Nar­ra­ti­ve so­gar ein ma­kro­öko­no­mi­sches Ei­gen­le­ben ent­wi­ckeln. Denn sie bil­den Ver­hal­ten nicht bloß ab, son­dern än­dern es, wer­den so zu selbst­er­fül­len­den Pro­phe­zei­un­gen. Sto­rys, die „vi­ral ge­hen“, also be­son­ders oft wei­ter­erzählt wer­den sol­len, müs­sen kurz, aber un­ge­wöhn­lich sein. Mit kla­rer Mo­ral und ei­ner Haupt­fi­gur, die fes­selt.

Die neue Ge­schich­te für Deutsch­land scheint vor­ge­zeich­net: Die 20er wer­den grü­ne Jah­re. Die neue EU-Kom­mis­si­on hat als Ers­tes ei­nen „Green Deal“ für die Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2050 vor­ge­legt, der rund 1000 Mil­li­ar­den Euro be­we­gen soll (wenn­gleich nur ein sehr klei­ner Teil mit fri­schem EU-Geld un­ter­legt ist). Eine star­ke Rol­le der Grü­nen in der nächs­ten Bun­des­re­gie­rung gilt als ge­setzt.

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