BUSINESS REBEL

Marcus Stahl und Patric Faßbender

In drei Jahren auf über 100 Millionen Euro Umsatz: Jetzt wollen die Gründer mit ihrer Hörspielbox die USA stürmen.

Dass al­ler An­fang schwer sei – Mar­cus Stahl (52) und Pa­tric Faß­ben­der (49) ha­ben da­von nichts mit­be­kom­men. Seit­dem die bei­den Düs­sel­dor­fer ihre Hör­spiel­box für Kin­der vor gut drei Jah­ren in die Re­ga­le brach­ten, ren­nen sie der Nach­fra­ge hin­ter­her – im­mer wie­der ist ihre To­nie­box ver­grif­fen. „Na­tür­lich hat­ten wir Busi­ness­plä­ne“, sagt Stahl, „aber die la­gen völ­lig da­ne­ben. Ob bei Kos­ten oder dem Um­satz – über­all ha­ben ein paar Stel­len ge­fehlt.“ Von 17 Mil­lio­nen Euro (2017) sprang der Um­satz ih­rer Fir­ma Boxi­ne auf mehr als 100 Mil­lio­nen Euro im ver­gan­ge­nen Jahr. Der ope­ra­ti­ve Ge­winn (Ebit­da) lag zu­letzt im zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich.

Kein Wun­der also, dass die bei­den jetzt ganz groß den­ken: Mit ei­nem neu­en In­ves­tor, der Mün­che­ner In­dus­trie­hol­ding Ar­mi­ra von Alex­an­der Graf Fug­ger (38), wa­gen die Rhein­län­der den Schritt ins Mut­ter­land der Kin­der­be­glü­ckungs­in­dus­trie: die USA.

Das soll mit der glei­chen Lo­gik funk­tio­nie­ren wie in Deutsch­land: Pod­casts und Strea­m­ing ha­ben ei­nen Au­dio­boom ent­facht, Stahl und Faß­ben­der be­die­nen den Spaß- und Spiel­trieb von Kin­dern und El­tern. Von ih­ren To­nie­bo­xen – den Laut­spre­chern für die Kin­der­hör­spie­le – ha­ben sie seit Ok­to­ber 2016 mehr als 1,5 Mil­lio­nen Stück ver­kauft, zum Preis von knapp 80 Euro. Rich­tig Geld aber ver­die­nen sie mit den To­nies, bun­ten Fi­gu­ren wie dem Räu­ber Hot­zen­plotz oder Ben­ja­min Blüm­chen (je 14,99 Euro). Sie sind mit ei­nem NFC-Chip aus­ge­stat­tet und wer­den auf die Box ge­stellt, la­den so das Hör­spiel aus der Cloud her­un­ter – und los geht die Ge­schich­te. 14 Mil­lio­nen To­nies be­völ­kern in­zwi­schen die Kin­der­zim­mer.

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