UNTERNEHMEN

AUSGEBREMST

INNOVATION Mit digitalen Labs und viel Risikokapital versuchen deutsche Konzerne und Mittelständler den Weg in die Zukunft zu finden. Die Zwischenbilanz ist niederschmetternd.

OBEN OHNE Das wa­ren noch Zei­ten, als Kai Diek­mann ("Bild“, l.), Die­ter Zet­sche (Daim­ler, M.) und Tra­vis Kala­nick (Uber) Op­ti­mis­mus ver­ström­ten. Viel ge­blie­ben ist nicht da­von.

Daim­ler-Chef Die­ter Zet­sche (66) steht in Jeans und Turn­schu­hen im Ber­li­ner Tem­po­drom, reißt Wit­ze über Schnurr­bär­te und zeigt his­to­ri­sche Fo­tos des jun­gen Die­ter, dar­un­ter auch sei­ne ers­ten Ver­su­che mit au­to­nom fah­ren­den Ve­hi­keln. Daim­ler war ganz früh dran, sol­len die Hips­ter spü­ren. Ge­gen die Cool­ness Zet­sches fällt an die­sem Abend im Jahr 2016 so­gar Tra­vis Kala­nick (43) ab, der da­mals ge­hyp­te Grün­der des Si­li­con-Val­ley-Fahr­diens­tes Uber.

„Daim­ler wird die di­gi­ta­le Re­vo­lu­ti­on an­füh­ren“, be­haup­tet Zet­sche. Man wer­de sich vom Au­to­her­stel­ler zum Mo­bi­li­täts­an­bie­ter wan­deln; er nennt An­ge­bo­te wie das Car­sha­ring mit Car2Go, die Mo­bi­li­täts­app Moo­vel oder den Chauf­feur­ser­vice Black­la­ne. „Wie wer­det ihr da­mit Geld ver­die­nen?, fra­gen mich die Leu­te. Aber die rich­ti­ge Fra­ge ist: Wie wer­den wir ohne sol­che Diens­te in Zu­kunft Geld ver­die­nen?“

Die Daim­ler Busi­ness In­no­va­ti­on, die spä­ter das Car­sha­ring auf die Stra­ße bringt, ist ei­nes der Mit­tel von Zet­sche, die Zu­kunft in den Kon­zern zu ho­len. Mit Je­ro­me Guil­len (47), heu­te bei Tes­la ei­ner der Spit­zen­leu­te, lei­tet ein Hoch­be­gab­ter das Toch­ter­un­ter­neh­men. Daim­ler spricht von der „glo­ba­len In­no­va­ti­ons­ma­schi­ne“ und be­nennt sie 2017 be­deu­tungs­schwer in La­b1886 um, nach dem Ge­burts­jahr des Au­tos. Die Ein­heit soll gleich an vier Stand­or­ten Start-ups hoch­zie­hen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.