TRENDS

SINNSALABIM

MANAGEMENT CO₂, Plastikmüll, Ungleichheit – die Wirtschaft steht unter Dauerfeuer. Es braucht einen „Purpose“, um die Kritiker zu besänftigen. Doch ohne konkrete Änderungen im Geschäftsmodell funktioniert es nicht.

Véro­ni­que Crema­des-Ma­this (52) sitzt am Ufer des Gen­fer Sees und schwärmt – von Stroh­hal­men. „Für uns sind sie ein gro­ßes Ding“, sagt die Fran­zö­sin in der Nest­lé-Zen­tra­le in Ve­vey. Über sechs Mil­li­ar­den Stück ver­kauft der Nah­rungs­mit­tel­kon­zern da­von je­des Jahr. Die Plas­tik­din­ger kle­ben etwa an Trink­packs des Nes­quik-Ka­kaos – und lan­den spä­ter häu­fig im Oze­an oder sonst wo in der Na­tur.

Crema­des-Ma­this hat da­für ge­sorgt, dass die ver­schie­de­nen Stroh­hal­me – ob lang oder kurz, bieg­bar oder starr – bald nur noch aus re­cy­cel­ba­rem Pa­pier be­ste­hen wer­den. „Es war schwer, sie so zu kon­stru­ie­ren, dass sie nicht durch­wei­chen und lab­be­rig wer­den“, sagt sie. Bis zum Jah­res­en­de will Nest­lé die neu­en Hal­me welt­weit ein­ge­führt ha­ben, an­geb­lich ohne da­mit Geld zu ver­lie­ren.

Die Ma­na­ge­rin ist stolz auf die In­no­va­ti­on. Seit mehr als 30 Jah­ren ar­bei­tet sie für Nest­lé, wur­de in 25 Län­der ent­sandt. Mit Nach­hal­tig­keit hat­te sie da­bei kaum zu tun, nun er­le­be sie ih­ren Job als be­son­ders „er­fül­lend“. Sie hel­fe, was ins­be­son­de­re vie­le jün­ge­re Kol­le­gen of­fen­siv ein­for­dern wür­den: die Welt zu ver­bes­sern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.