WAS MACHT EIGENTLICH...

Andrea Orcel?

Der Star-Investmentbanker will vor Gericht 100 Millionen Euro von der Banco Santander erstreiten.

Andrea Orcel (56) steckt in sei­nem Stamm­café im Lon­do­ner No­bel­vier­tel Not­ting Hill ge­ra­de mit­ten im Ge­spräch, als ein äl­te­rer Mann an sei­nen Tisch tritt und ohne Um­schwei­fe sei­ne gu­ten Wün­sche ab­wirft. „Viel Glück mit ih­ren spa­ni­schen Freun­den“, sagt er, hebt die Hand zum Ab­schied und strebt dem Aus­gang zu. Orcel ruft ihm ein „Dan­ke“ hin­ter­her. „Kei­ne Ah­nung, wer das war“, sagt er.

Orcel ist in­zwi­schen be­rühm­ter, als ihm lieb ist. Als obers­ter In­vest­ment­ban­ker der Schwei­zer UBS war er in Fach­zir­keln schon im­mer ein Star – sein spek­ta­ku­lä­rer Kar­rie­resturz vor gut ei­nem Jahr ka­ta­pul­tier­te ihn in die brei­te­re Öffent­lich­keit. Da­mals hat­te er sei­nen Job bei der UBS quit­tiert, um als CEO zum Kon­kur­ren­ten Santan­der zu wech­seln. Mit der Ver­wal­tungs­rats­che­fin Ana Bo­tín (59) mein­te er sich auch dar­auf ge­ei­nigt zu ha­ben, 52 Mil­lio­nen Euro Be­grü­ßungs­geld zu kas­sie­ren – als Kom­pen­sa­ti­on für aus­ste­hen­de Boni bei der UBS.

Doch die Spa­ni­er wei­ger­ten sich, der Wech­sel schei­ter­te. Im April nun wird der Streit in Ma­drid vor Ge­richt ver­han­delt. Da­bei wer­den auch Orcels heim­lich auf­ge­zeich­ne­te Te­le­fo­na­te mit Bo­tín eine Rol­le spie­len und die Fra­ge, ob Santan­der Ver­trags­bruch be­gan­gen hat. Orcel for­dert 100 Mil­lio­nen Euro Scha­dens­er­satz.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.