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Showdown in Halle 74

VOLKSWAGEN Der Start ins Elektrozeitalter gerät Konzernchef Herbert Diess arg holprig. Erste personelle Opfer zeichnen sich ab.

FÜR DEN PARK­PLATZ Zehn­tau­sen­de ID.3 ohne funk­tio­nie­ren­de Soft­ware lässt VW-Chef Her­bert Diess in Zwi­ckau bau­en. Die Ret­tungs­ak­ti­on läuft.

V olks­wa­gen-Werk Wolfs­burg, Hal­le 74, 8.30 Uhr. Je­den Ar­beits­tag tref­fen sich hier Soft­ware­ex­per­ten, In­ge­nieu­re, Top­ma­na­ger zur halb­stün­di­gen Mor­gen­run­de. Mal sind es rund 50, mal bis zu 100. Ent­wick­lungs­chef Frank Welsch (55) ist re­gel­mä­ßig da­bei, ge­nau­so Di­gi­tal­vor­stand Chris­ti­an Sen­ger (45) und der für die Elek­tro­mo­bi­li­tät ver­ant­wort­li­che Tho­mas Ul­brich (53). Zu­lie­fe­rer ent­sen­den Top­leu­te. Fast alle Vor­stän­de wa­ren da; manch­mal kommt Volks­wa­gen-Boss Her­bert Diess (61) selbst und zeigt die Be­deu­tung der Mor­gen­run­de.

Denn auch wenn die Wer­bung ("Now you can") seit Mo­na­ten sug­ge­riert, dass es los­geht – fer­tig ist das E-Mo­bil für die Mas­se nicht. Und vie­le in der Kon­zern­spit­ze be­zwei­feln, dass es wie ge­plant bis zum Som­mer klappt.

Geht es schief, kann der ID.3 Kar­rie­ren zer­stö­ren, theo­re­tisch so­gar die von Her­bert Diess. Neu­er An­trieb, neue Soft­ware- und Elek­tro­nik­ar­chi­tek­tur: Der ID.3 steht für den Wan­del zum Elek­tro- und Tech­kon­zern. Er ist Dies­s' ganz per­sön­li­ches Pro­jekt. Der Kon­zern­chef führt auch die Mar­ke VW.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.