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Rolle rückwärts

FUNKE Wegen einer geplatzten Fusion gerät ein prominenter Gesellschafter ins Schwitzen.

RUHR­BA­RO­NIN­NEN Pe­tra Grot­kamp woll­te den Deal mit Du­Mont, ihre Toch­ter Ju­lia Be­cker stopp­te ihn

Ste­phan Holt­hoff-Pfört­ner (71) wur­de be­kannt als An­walt von Kanz­ler Hel­mut Kohl, seit zwei­ein­halb Jah­ren ist er Mi­nis­ter für Bun­des- und Eu­ro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. We­ni­ger be­kannt ist, dass er mit 85 Mil­lio­nen Euro in der Krei­de steht. Und dass sei­ne Si­cher­hei­ten, ein Sechs­tel an der Fun­ke Me­di­en­grup­pe in Es­sen, mehr und mehr an Wert ver­lie­ren.

Fun­ke ver­legt Re­gio­nal­blät­ter wie die „West­deut­sche All­ge­mei­ne Zei­tung“ (WAZ) und Ma­ga­zi­ne wie „Bild der Frau“ oder „Gong“. Die Um­sät­ze sta­gnier­ten zu­letzt bei 1,2 Mil­li­ar­den Euro.

Holt­hoff-Pfört­ners Gläu­bi­ger ist die Brost-Stif­tung, die das Erbe von An­ne­lie­se Brost hü­tet. Die Brosts wa­ren frü­her Teil­ha­ber bei Fun­ke. Obers­ter Hü­ter ist der Stif­tungs­chef, Ex-Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Bodo Hom­bach (67; SPD). Der muss sich fra­gen, wie wert­hal­tig die Si­cher­hei­ten sei­nes Schuld­ners noch sind. Pa­pier­las­ti­ge Me­di­en­fir­men ohne nen­nens­wer­ten Di­gi­tal­d­ri­ve – wie Fun­ke – wer­den von In­ves­to­ren nur noch mit etwa dem Drei­fa­chen des ope­ra­ti­ven Er­geb­nis­ses (Ebit­da) be­wer­tet. Für 2018 wies Fun­ke ei­nen Ge­winn vor Steu­ern, Zin­sen und Ab­schrei­bun­gen von 171 Mil­lio­nen Euro aus; nach Steu­ern steht gar ein Mi­nus von 5 Mil­lio­nen Euro in den Bü­chern. Für Holt­hoff-Pfört­ner reich­te das nur noch knapp; und 2019 dürf­te kaum bes­ser ge­lau­fen sein.

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