NAMEN UND NACHRICHTEN

Zeit der Intrigen

THYSSENKRUPP Der Rauswurf von Stahlchef Premal Desai offenbart kostspielige Führungsdefizite.

ES PASS­TE NICHT Der schei­den­de Stahl­chef Pre­mal De­sai

Im Es­se­ner Kri­sen­kon­glo­me­rat Thys­sen­krupp ver­si­ckert der­zeit das Geld, als wür­de es von fins­te­ren Mäch­ten im Un­ter­grund an­ge­saugt. Mehr als 370 Mil­lio­nen Euro gin­gen so al­lein im ver­gan­ge­nen Quar­tal ver­lo­ren. Der mi­se­ra­ble Zu­stand der Ge­schäf­te, die ho­hen Kos­ten für den not­wen­di­gen Per­so­nal­ab­bau las­sen das Fun­da­ment im­mer po­rö­ser wer­den.

Hin­ter ein­zel­ne Aus­ga­ben lässt sich in­des ein Fra­ge­zei­chen set­zen. Da wäre etwa die Ab­fin­dung für den schei­den­den Stahl­chef Pre­mal De­sai (50), die sich kaum un­ter­halb der Mil­lio­nen­gren­ze wird ab­fan­gen las­sen kön­nen. Der Ver­trag des lang­jäh­ri­gen Kon­zern­ma­na­gers lief noch mehr als vier Jah­re; er war erst im Juni 2019 auf den Pos­ten ge­kom­men, um eine Stra­te­gie für das künf­ti­ge Kern­ge­schäft von Thys­sen­krupp zu ent­wer­fen. Das ge­lang ihm auch, in Kür­ze soll­te es in die Pra­xis ge­hen.

Mit et­was mehr Sen­si­bi­li­tät hät­te Vor­stands­che­fin Mar­ti­na Merz (56) den Raus­wurf wohl ver­mei­den kön­nen. Im Kon­zern ma­chen Ge­rüch­te die Run­de, dass De­sai ge­hen muss, weil er nicht mit Salz­git­ter-Chef Heinz Jörg Fuhr­mann (63) klar­kom­me. Da­mit hät­te er ei­ner mög­li­chen Deut­schen Stahl AG im Wege ste­hen kön­nen. Tat­säch­lich ist es noch viel sim­pler.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.