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Wasser marsch!

REMONDIS Der Müllriese hat Großes vor – selbst wenn er den Kartellstreit verlieren sollte.

Aus­ge­rech­net ein öko­no­mi­scher Fehl­schlag dient den Re­mon­dis-Ad­vo­ka­ten als Ar­gu­men­ta­ti­ons­hil­fe. Die Ju­ris­ten strei­ten um die Über­nah­me des Re­cy­cling­s­ys­tems DSD vor dem Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf. Das Bun­des­kar­tell­amt hat­te den Zu­sam­men­schluss un­ter­sagt. Der wich­ti­ge DSD-Kun­de Aldi sprang ab, der Markt­an­teil sank dem­zu­fol­ge deut­lich, das Bünd­nis ist aus Re­mon­dis-Sicht mit­hin: kein Pro­blem.

Soll­ten die Rich­ter die Fu­si­on trotz­dem ver­bie­ten, will sich der Kon­zern (rund acht Mil­li­ar­den Euro Um­satz) nur kurz schüt­teln. Re­mon­dis-Chef Lud­ger Reth­mann (53) bas­telt be­reits am nächs­ten gro­ßen Coup, dies­mal in der En­er­gie­bran­che; of­fi­zi­ell äu­ßern möch­te sich das Un­ter­neh­men nicht.

Schon län­ger gilt Re­mon­dis als An­wär­ter auf den kri­sen­an­fäl­li­gen Stein­koh­le­ver­stro­mer Steag (Um­satz: 2,9 Mil­li­ar­den Euro). Fünf kom­mu­na­le Eig­ner er­wä­gen ei­nen Ver­kauf, nur Dort­mund möch­te da­bei­blei­ben. Der Deal gin­ge so: Dort­mund be­hält sei­ne Steag-An­tei­le (36 Pro­zent), da­für steigt die Reth­mann-Trup­pe bei den Stadt­wer­ken ein. Die be­sit­zen rund die Hälf­te der Gel­sen­was­ser AG. Den Aqua­gi­gan­ten könn­te Re­mon­dis ir­gend­wann ein­mal mit der ei­ge­nen H₂O-Spar­te ver­rüh­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.