DIE ÖKONOMIE DER ...

Produkti­vi­täts­flaute

Die Wohlstandsmaschine steht still. Es ist kein Zuwachs mehr zu verteilen. Eine neue Agenda muss her.
Von Christian Schütte

Die Re­zes­si­on ist ab­ge­sagt. Deutsch­lands Kon­junk­tur läuft au­ßer­halb der In­dus­trie recht or­dent­lich, auch 2019 hat die Wirt­schafts­leis­tung zu­ge­legt. Die Steu­ern spru­deln wei­ter, die Be­schäf­ti­gung boomt. Wo ist das Pro­blem?

Das Job­wun­der über­deckt, dass die ei­gent­li­che Wohl­stands­ma­schi­ne schon län­ger lahmt und in­zwi­schen fast völ­lig still­steht (sie­he Gra­fik). Die Ein­kom­men wach­sen lang­fris­tig nicht da­durch, dass im­mer mehr Men­schen ei­nen Ar­beits­ver­trag ha­ben. Sie wach­sen nur, wenn auch die Pro­duk­ti­vi­tät ih­rer Ar­beit steigt. Der ge­samt­wirt­schaft­li­che Out­put je Stun­de Er­werbs­ar­beit wuchs aber zu­letzt kaum noch. In der In­dus­trie schrumpft er so­gar seit zwei Jah­ren.

Die­ser Trend be­las­tet die Re­al­löh­ne und die Wirt­schafts­kraft ei­nes al­tern­den Lan­des, in dem Ar­beits­kräf­te ab­seh­bar knapp wer­den. Setzt er sich fort, dro­hen hef­ti­ge Ver­tei­lungs­kon­flik­te.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.