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DIE WENDE

ALDI Die Discountschwestern Nord und Süd reißen die Mauern ein, die sie seit 1961 trennen. Mit der Wiedervereinigung entsteht eine fast unschlagbare Macht im globalen Lebensmittelhandel.

AL­LES NEU Süd und Nord ver­pas­sen ih­ren Fi­lia­len eine ähn­li­che Op­tik. Zu­dem ver­ein­heit­li­chen sie die Sor­ti­men­te und bün­deln den Ein­kauf.

Theo Al­brecht (69) pflegt Ri­tua­le, die un­ter al­len Um­stän­den ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen. All­mor­gend­lich ver­lässt der Vor­sit­zen­de und Mit­ei­gen­tü­mer des Dis­coun­ters Aldi Nord zur glei­chen Zeit sei­ne Vil­la, legt die dunk­le Ak­ten­ta­sche in den Wa­gen und fährt die we­ni­gen Ki­lo­me­ter zur Zen­tra­le nach Es­sen.

Das Auto steu­ert er gern selbst. Al­brecht wählt al­ler­dings im­mer wie­der eine an­de­re Rou­te. Seit sein Va­ter Theo Al­brecht vor fast 49 Jah­ren ent­führt wur­de und erst nach knapp drei Wo­chen ge­gen eine Lö­se­geld­zah­lung frei­kam, sieht sich der Sohn vor.

Um Punkt 12.15 Uhr un­ter­bricht Al­brecht die Ar­beit. Auf dem Flur trifft er Emil Hu­ber (75), der ne­ben­an sein Büro hat. Im Gän­se­marsch ge­hen die bei­den hin­un­ter in die Kan­ti­ne, war­ten in der Schlan­ge vor der Es­sen­aus­ga­be und su­chen sich dann ei­nen frei­en Platz un­ter den Mit­ar­bei­tern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.