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Kleine Münze

DEUTSCHE BANK Christian Sewing will das Geldhaus an alte Glanzzeiten heranführen – ein unmögliches Unterfangen, wie sich langsam herausstellt. Der CEO muss sich mit der Bereinigung von Altlasten bescheiden und das Institut so für eine Fusion vorbereiten.

CHEF NUM­MER 22 Chris­ti­an Sewing hat mit der Stra­te­gie der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te ge­bro­chen

Bei der Deut­schen Bank be­stimmt ge­le­gent­lich das Be­wusst­sein das Sein. „Ich bin froh über die Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Mo­na­te“, sagt Chris­ti­an Sewing (49), „die Teams in al­len Seg­men­ten der In­vest­ment­bank ha­ben al­les ge­ge­ben, sie bren­nen für ih­ren Job.“ Der Bank­chef sitzt auf der Büh­ne ei­nes turn­hal­len­gro­ßen Kon­fe­renz­saals in der Frank­fur­ter Zen­tra­le. Vor ihm ein paar Hun­dert In­vest­ment­ban­ker. Durch die bo­den­tie­fen Fens­ter an der Sei­te fällt fah­les No­vem­ber­licht in den Raum.

Eine Wo­che zu­vor hat­te die Deut­sche Bank ihre Er­geb­nis­se für das drit­te Quar­tal ver­kün­det. Der Ak­ti­en­kurs war ab­ge­sackt und hat­te sich auch in den Ta­gen da­nach nicht spür­bar von dem Ar­beits­nach­weis Sewings er­holt. Wie­der mal wa­ren die Er­trä­ge ge­schrumpft. Stär­ker als die Kos­ten.

Vor sei­nen In­vest­ment­ban­kern be­schreibt Sewing aber eine ganz an­de­re Rea­li­tät – etwa ein Er­trags­plus von 20 Pro­zent im Be­ra­tungs­ge­schäft bei Fu­sio­nen und Über­nah­men: „Ei­ni­ge Zah­len wa­ren deut­lich bes­ser, als der Markt sie in­ter­pre­tiert hat.“ Hier auf der Büh­ne gibt er den Mo­ti­va­tor. „Wir ha­ben enor­me Wi­der­stands­fä­hig­keit an den Tag ge­legt, wir ver­fü­gen über gro­ße Ta­len­te“, be­schwört er. Wei­ter so!

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.