SA­LONLÖWEN Die Airb­nb-Grün­der Na­than Blech­arc­zyk, Bri­an Ches­ky und Joe Geb­bia (v. l. n. r.) in der Zen­tra­le in San Fran­cis­co. Die Mee­ting­räu­me sind Apart­ments auf ih­rer Platt­form nach­emp­fun­den.

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AIRBNB Das Übernachtungsportal will an die Börse. Doch das Geschäftsmodell erodiert, und die Konkurrenz schlägt zurück. Der gefeierte Techstar verliert sein Zuhause.

Um eine wit­zi­ge Ge­schich­te ist Bri­an Ches­ky (38) nie ver­le­gen. „Bei uns ru­fen je­den Tag Mil­lio­nen Leu­te an“, plau­der­te der Chef des Über­nach­tungs­por­tals Airb­nb kürz­lich auf ei­ner Kon­fe­renz in New York, „da sind die bi­zarrs­ten Sa­chen da­bei.“ Wie der Kun­de, der von Airb­nb sein Geld zu­rück­for­der­te, weil in der Un­ter­kunft ein Geist ge­spukt habe. Der Gast­ge­ber, um eine Stel­lung­nah­me ge­be­ten, be­stä­tig­te das Ge­spenst. Es sei aber freund­lich, ver­si­cher­te er, hei­ße Stan­ley und ste­he im Übri­gen in der Woh­nungs­be­schrei­bung. Der Gast räum­te dar­auf­hin ein, er habe tat­säch­lich vor­her von dem Geist ge­wusst und ge­ra­de des­we­gen ge­bucht, „aber Stan­ley hat uns die gan­ze Nacht be­läs­tigt“.

Bri­an Ches­ky ist ein auf­ge­dreh­ter Mann mit en­er­gi­schem Kinn und ju­gend­lich tou­pier­tem Haar, und er er­zählt sicht­lich gern, wie drol­lig es bei ihm mit­un­ter zu­geht. Schmal­lip­pig wird er hin­ge­gen, wenn die­se läs­ti­gen Fra­gen nach den wirt­schaft­li­chen Fak­ten kom­men. Um­satz? Ge­winn? – „well ...“

Ches­ky wird sich um­ge­wöh­nen müs­sen, und zwar ge­wal­tig. Noch in die­sem Jahr will Airb­nb an die Bör­se. Auf den CEO und sei­ne Mit­grün­der war­ten boh­ren­de Fra­gen. Vor al­lem die­se: Taugt das Über­nach­tungs­por­tal über­haupt zum Bör­sen­star?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2020.